5 Jahre Haft: Aldo Delgado Romero

Janie Frómeta Compte mit ihrem Onkel Aldo Delgado Romero

Der Schwager des Deutsch-Kubaners Luis Frómeta Compte, trat am 4. Januar seine fünfjährige Haftstrafe im Gefängnis „La Lima“ in Havanna an. Er hatte im Gerichtsprozess gegen seinen Schwager dessen Unschuld beteuert. Hier zu sehen mit seiner Nichte und Tochter von Luis Frómeta Compte. Bildquelle: privat.  

Neues Jahr, neues Unglück für Familie des Deutsch-Kubaners Frómeta Compte

Fünf Jahre Zwangsarbeit mit Internierung für Familienmitglied

Frankfurt am Main/Havanna, 5. Januar 2024 – Aldo Delgado Romero, Schwager des Deutsch-Kubaners Luis Frómeta Compte, trat am 4. Januar seine fünfjährige Haftstrafe im Gefängnis „La Lima“ in Havanna an. Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) verurteilt die willkürliche Strafe gegen das Familienmitglied und fordert die sofortige Freilassung des Kubaners. Delgado Romero begleitete Luis Frómeta Compte bei der Demonstration im Jahr 2021 und beteuerte im Gerichtsprozess gegen den Deutsch-Kubaner dessen Unschuld.

„Die willkürliche Anklage und Bestrafung gegen ein Familienmitglied eines politischen Gefangenen steht sinnbildlich für die kontinuierliche systematische Verfolgung von politischen Gegnern auf Kuba durch die Castro-Diktatur“, kritisiert IGFM-Vorsitzender Edgar Lamm.

Aldo Delgado Romero hatte im Dezember 2021 vor Gericht als Zeuge ausgesagt und die Unschuld seines Schwagers Luis Frómeta Compte beteuert. Der Dresdner war am 11. Juli 2021 festgenommen worden, als er während eines Familienbesuchs auf Kuba die Proteste gegen die Diktatur spontan für private Zwecke mit seinem Smartphone filmte. Als während der mehrtägigen Gerichtsverhandlung herauskam, dass Aldo Delgado Romero mit ihm auf der Demonstration in La Güinera gewesen war, wurde er festgenommen und nach zwei Tagen im Gefängnis „100yAldabo“ auf Kaution entlassen.

Aldo Delgado Romero wurde aufgrund des „politischen Verbrechens der Volksverhetzung, das ein Verbrechen gegen die Sicherheit des Staates darstellt“, angeklagt. Jetzt sind fünf Jahre Gefängnis und Zwangslager im Prisión y campamento „La Lima“ in Havanna trauriger Alltag für Aldo Delgado Romero. „Wir sind so unglücklich. Mein Onkel hatte im mehrtägigen Gerichtsprozess im Dezember 2021 als Zeuge zugunsten für unseren Papa Luis Frómeta Compte ausgesagt und wird jetzt dafür bestraft“, schreibt Janie Frómeta Compte auf ihrem Instagram-Kanal.

Die IGFM fordert gemeinsam mit der in Deutschland lebenden Familie des auf Kuba inhaftierten politischen Gefangenen Frómeta Compte die sofortige Freilassung dessen Schwagers. Ursprünglich drohten Aldo Delgado Romero zehn Jahre Haft.

So können Sie Aldo helfen:

Post an politische Gefangene ist oft ein wirksamer Schutz gegen Misshandlungen, denn die Post zeigt dem Gefängnispersonal und den Behörden, dass ein Gefangener im Ausland bekannt ist. Den politischen Gefangenen hilft das Wissen, in der Welt nicht vergessen zu sein.

Die belarussische Oppositionsführerin Swetlana Tichanowskaja sagte der IGFM: „Schreibt Briefe, schreibt an die politischen Gefangenen. Sie freuen sich zum Teil wirklich wie kleine Kinder, wenn sie Post bekommen, man kann es sich kaum vorstellen. Es ist enorm wichtig. Nehmt Euch vor: Einmal in der Woche schreibt jeder eine Karte, damit die Menschen wissen, dass sie nicht vergessen werden“

Deshalb: Schreiben Sie aufmunternde Worte direkt an Aldo Delgado Romero.

To

Prisión / Campamento de La Lima (Correccional)

Avenida de los Martires/ 4ta

Guanabacoa

La Habana / Cuba

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