Amir Valle - kubanischer Schriftsteller im Exil


"Ich lebe nicht mehr in Kuba: Kuba lebt in mir"

"Ich bin ein kubanischer Schriftsteller: das ist mein Kreuz.
Ich lebe nicht mehr in Kuba: Kuba lebt in mir.
Ich liebe meine Insel mit derselben Kraft, mit der ich sie erleide."
Amir Valle

Amir Valle. Bild: amirvalle.com


Amir Valle
wurde 1967 in Guantánamo/Kuba geboren. Er studierte Journalistik und Publizistik, danach  war er als Autor, Literaturkritiker und Journalist tätig. Er gründete eine der wichtigsten Literaturbildungsstätten Kubas, das "Centro de Formación Literaria Onelio Jorge Cardoso". Dort unterrichtete er auch selbst.

Sein Zuhause lag im Centro Habana, dem heruntergekommenen, anrüchigen und gefährlichen Stadtviertel im Herzen Havannas. Dessen Bewohner ? Verkäufer, Straßenhändler, Dealer, Prostituierte, Kriminelle, Arbeiter ? waren die zentrale Inspirationsquelle seiner Kriminalromane. Valle schreibt über Kinderprostitution, Rassismus, Intoleranz gegenüber Homosexualität, organisierte Drogenkriminalität, Korruption und Verlogenheit im Staat ? Themen mit politischer Sprengkraft und scheut keine Auseinandersetzung mit dem politischen Establishment. Seine Romane brachten ihm internationalen Ruhm und Auszeichnungen ein, was von der Castro-Regierung kritisch sah; die Arbeit wurde ihm erschwert.

Nachdem die kubanischen Literaturbehörden seine elektronische Zeitschrift "Letras en Cuba" und das Magazin "Boletín Internacional de Noticias Literarias" verboten, versuchte Amir Valle sich ein Jahr lang als Stassenverkäufer über Wasser zu halten. Danach wurde er Generalkoordinator der "Coleccion Cultura Cubana" des puertoricanischen Verlags "Plaza Mayor", worauf das kubanische Kultusministerium 2002 ihn zur 'suspekten' Person erklärte und ein generelles Zusammenarbeitsverbot mit ihm aussprach. Als seine Studie über Prostitution in Kuba ("Habana Babilonia o Prostitutas en Cuba") heimlich ins Ausland weitergegeben und ihre Veröffentlichung bekannt wurde, verschärften sich die Maßnahmen gegen Valle, denn offiziell gibt es keine Prostitution auf Kuba. 2005 durfte er nach einer Buchvorstellung in Spanien nicht mehr in Kuba einreisen.

Im März 2006 kam Amir Valle als Gast des Heinrich Böll Hauses nach Deutschland. Im August 2006 erhielt er ein "Writers in Exile"-Stipendium des P.E.N.-Zentrums Deutschland und lebt seitdem in Berlin.


Herausgeber seiner Bücher:
EDITION KÖLN - Verlag Peter Faecke
Mevissenstr. 16, D - 50668 Köln
Tel. 0221-1794148, Fax 0221-1794149
email edition.koeln@t-online.de
www.peterfaecke.de



Erschienen:

 

 

Amir Valles Zuhause lag im Centro Habana, dem heruntergekommenen, anrüchigen und gefährlichen Stadtviertel im Herzen Havannas.

Amir Valle
DIE WÖRTER UND DIE TOTEN
Nachruf auf eine Revolution
Roman
Famen und Esperanzen 17
Geb., 340 Seiten
ISBN 978-3-936791-36-5

Amir Valle
DIE TÜREN DER NACHT
In Havanna verschwinden Kinder.
Roman
Havanna-Folge I
Krimi & Co.
Geb., 201 Seiten
ISBN 978-3-936791-21-1

 

 

Amir Valle
WENN CRISTO DICH ENTKLEIDET
In Havannas Altstadt wird ein junges Paar ermordet aufgefunden.
Krimi-Roman
Havanna-Folge II
Geb., 156 Seiten
ISBN 978-3-936791-26-6

Amir Valle
ZWISCHEN ANGST UND SCHATTEN
Drogenanbau, Drogenhandel und -konsum im sozialistischen Kuba
Roman
Havanna-Folge III
ISBN 978-3-936791-31-0

Amir Valle
DIE HAUT UND DIE NACKTEN
Erotischer Roman
Famen und Esperanzen 14
Leinen, 208 Seiten
ISBN 978-3-936791-23-5





In Vorbereitung:



Amir Valle
HABANA BABILONIA
Prostitution in Kuba (die es offiziell nicht gibt)
Engl. Broschure, ca. 370 Seiten
ISBN 978-3-936791-34-1

Auslieferung September 2008







 



Amir Valle
FREISTATT DER SCHATTEN
Havanna-Folge IV
Kriminalroman
Schiebermafia im Flüchtlingsgeschäft: An Land vorab kassieren - auf hoher See entsorgen
Geb., ca. 270 Seiten
ISBN 978-3-936791-44-0

Auslieferung April 2008








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