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| Calixto Ramón Martínez Arias, unabhängiger kubanischer Journalist, seit dem 16.09.2011 in Haft wegen Berichterstattung über Cholera und Dengue-Fieber auf der Karibik-Insel. Bild: cihpress.com |
Havanna / Frankfurt am Main (21. November 2012) - Der in Havannas berüchtigtem Gefängnis Combinado del Este inhaftierte Journalist Calixto Ramón Martínez Arias ist seit elf Tagen im Hungerstreik. Wegen seiner Artikel für die regimekritische Presseagentur "Hablemos Press" über Fälle von Cholera und Dengue-Fieber in Kuba wurde Arias der "staatsfeindlicher Hetze" und "Missachtung der Autoritäten" angeklagt. Mit seinem Hungerstreik protestiert er gegen den Zwang, Sträflingskleidung zu tragen, da er keine kriminellen Handlungen begangen hat, so die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM).
Roberto de Jesús Guerra, Direktor von "Hablemos Press" und Mitbegründer der IGFM-Arbeitsgruppe auf Kuba, zeigt sich besorgt um Martínez Arias' Gesundheit. Neben den üblichen Gefahren eines Hungerstreiks befürchtet er Übergriffe durch von der Gefängnisadministration aufgewiegelte Mithäftlinge. Kubanische Gefängnisbehörden würden Belohnungen - wie z.B. Familienbesuche - für wegen krimineller Delikte inhaftierte Gefangene in Aussicht stellen, die gegen hungerstreikende politische Gefangene mit Gewalt vorgehen.
Agenturleiter und Angehörige sollen ins Exil gehen
Der Direktor von "Hablemos Press", Roberto de Jesús Guerra, wurde wegen regimekritischer Berichterstattung am 1. November ebenfalls festgenommen. Nach einem 10stündigen Verhör kam er wieder frei. In der Zwischenzeit drohten Regierungsbeamte seiner Familie an, dass sie noch "eine Überraschung erleben" würde, wenn sie das Land verlassen nicht werde.
Castro-Regime fürchtet öffentliche Warnung vor Dengue-Fieber und Cholera
Calixto Ramón Martínez Arias wurde am 16. September 2012 verhaftet und der "staatsfeindlicher Hetze" angeklagt, weil er in seinen Artikeln über Fälle von Dengue-Fieber und Cholera auf Kuba berichtet hatte. Vertreter der kubanischen Regierung und Behörden spielten sowohl die Gefahr einer Cholera-Epidemie als auch die Fälle von Dengue-Fieber zunächst herunter. Stattdessen ging sie mit Repressalien gegen Ärzte und Journalisten vor, die die Bevölkerung warnen wollten. Sollte Arias verurteilt werden, drohen ihm nach Angabe seines Anwalts bis zu drei Jahren Haft.
IGFM-Vorstandssprecher Martin Lessenthin verurteilt Arias' Inhaftierung als "massiven Angriff auf die Pressefreiheit": Einen kritischen Journalisten wegen "Missachtung der Autoritäten" anzuklagen veranschaulicht die stalinistischen Methoden und Vorgehensweise der Castro-Diktatur. Auch in der ehemaligen DDR hätten die Stützen des SED-Regimes Andersdenkende bei einem derartigen "Delikt" wegen "staatsfeindliche Hetze" verfolgt. Calixto Martínez Arias wurde verhaftet, nur weil er die kubanische Bevölkerung vor Ansteckungen warnen wollte. Sollte ihm im Gefängnis etwas zustoßen, trägt das Castro-Regime dafür die volle Verantwortung", so Lessenthin weiter.
Weitere Informationen zur Menschenrechtslage in der Republik Kuba:
http://www.igfm.de/Kuba.456.0.html
Facebook-Seite der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte:
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