Appellvorschlag für Abdullah Demirbaş


(Briefporto aus Deutschland: 0,75 Euro)

Appelladressen:
(direkt oder über die jeweilige iranische Botschaft mit der Bitte um Weiterleitung)

Staatspräsident Abdullah Gül
Cumhurbaşkanlığı Genel Sekreterliği Yürütme ve Koordinasyon Başkanlığı
06689 Çankaya, Ankara
Tel:  (0090) 312 470 23 45
Fax: (0090) 312 470 13 16
eMail: cumhurbaskanligi@tccb.gov.tr 

Menschenrechtskommission des Parlaments
Ayhan Sefer Üstün
Türkiye Büyük Millet Meclisi
İnsan Haklarını İnceleme Komisyonu
Bakanlıklar
06543 Ankara, TÜRKEI
Fax: (0090) 312 420 53 94

Türkische Botschaft Berlin
Runge Str. 9
10179 Berlin
Deutschland
Tel: +49 30 27-5850
Fax: +49 30 27-590915
E-Mail: info@tuerkischebotschaft.de

Türkisches Konsulat Frankfurt am Main
Zeppelinallee 17
60325 Frankfurt am Main
Telefon: 069 - 713773 Fax: 069 - 709032

Türkische Botschaft - Österreich - Wien
Singerstrasse 2/8 A-1010 Wien / AUSTRIA
Tel: 43 1 512 21 28 - 29 Fax: 43 1 513 83 26
Email: office(@)turkinfo.at  / wien@gotuerkey.com

Türkische Botschaft - Belgien - Brüssel
Rue Monteyer 4-1000 Bruxelles / BELGIUM
Tel: 32 2 513 82 30 - 502 26 21 Fax: 32 2 511 79 51
Email: turismeturc(@)busmail.net / brussels(@)gotuerkey.com

Türkische Botschaft - Schweiz - Zürich
Stockkerstrasse 55, CH-8002 Zurich / SUISSE
Tel : 41 44 221 08 10 - 12 Fax: 41 44 212 17 49
Email: info@tuerkei-info.ch zurich@goturkey.com

 


Exzellenz,


ich schreibe Ihnen, um Sie auf den Fall des kurdischstämmigen Bürgermeisters von Sur/Diyarbakir, Abdullah Demirbaş, aufmerksam zu machen.

Der kurdischstämmige Bürgermeister von Sur/Diyarbakir, Abdullah Demirbaş, setzte sich während seiner Amtszeit für "Vielsprachigkeit" ein, um so die Bevölkerungsstruktur realistisch widerzugeben. Trotz des Verbots durch die türkische Regierung setzte er die kurdische Sprache als Amts- und Verwaltungssprache ein. So ließ er z.B. die Müllverordnung und etliche Informationsbroschüren in kurdischer Sprache drucken. Maßgeblich wegen "Unterstützung des kurdischen Separatismus" wurden rund 20 Gerichtsverfahren gegen ihn eröffnet. Am 24. Dezember 2009 wurde er festgenommen. Aus massiven gesundheitlichen Gründen wurde er am 14. Mai 2010 aus der Untersuchungshaft entlassen. Er leidet an einer schnell fortschreitenden erblichen Stoffwechselerkrankung, welche in der Türkei nicht ausreichend behandelt werden kann. Trotz offizieller Bestätigung einer notwendigen Ausreise und einer durch die Krankheit verursachten akuten Lebensgefahr, verweigern ihm türkische Behörden die Ausreise.

Eine amtliche Verweigerung der dringend notwendigen Ausreise zur benötigen medizinischen Behandlung steht in klarem Widerspruch zu dem für die Türkei völkerrechtlich bindenden Internationalen Pakt über bürgerliche und politische Rechte. Darin heißt es in Artikel 6:

(1) Jeder Mensch hat ein angeborenes Recht auf Leben. Dieses Recht ist gesetzlich zu schützen. Niemand darf willkürlich seines Lebens beraubt werden.

Sollte die Ausreise von Abdullah Demirbaş weiterhin verweigert werden, kommt dies einer staatlichen Ermordung durch Unterlassen gleich.

Ich appelliere an Sie, Ihren Einfluss für die sofortige und bedingungslose Aufhebung des Ausreiseverbots von Herrn Abdullah Demirbaş geltend zu machen.

 

Hochachtungsvoll

 

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