Was ist aus ihnen geworden?


 

  

China: Menschenrechtsaktivist Hu Jia frei aber drangsaliert


Der Menschenrechts und Umweltaktivist Hu Jia, geboren 1973, wurde am 3. April 2008 wegen "Anstiftung zur Untergrabung der Staatsgewalt" zu dreieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt. Er deckte einen Aids-Skandal in der Provinz Henan auf. In einem Internetblog berichtete er über Menschenrechtsverletzungen im Vorfeld der Olympischen Spiele in Peking 2008. Seit April 2010 ist bekannt, dass er schwer erkrankt ist - wahrscheinlich an Leberkrebs.

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Frei: die iranischen Ärzte Dr. Arash und Kamiar Alaei


Eine glückliche Nachricht erreichte die IGFM: Zwei von ihr betreute Gefangene sind endlich frei. Dr. Arash und Dr. Kamiar Alaei, zwei international anerkannte HIV/AIDS-Experten, wurden im Juni 2008 verhaftet. Dr. Arash Alaei wurde zu sechs Jahren Haft, Dr. Kamiar Alaei zu drei Jahren Haft verurteilt, die sie im Evin-Gefängnis zu verbüßen hatten. Begründet wurde dies mit "Kooperation mit dem feindlichen Staat Amerika". Anfang Juni 2011 erreichte die Öffentlichkeit die Nachricht von der Freilassung von Dr. Kamiar Alaei im Herbst 2010. Sein Bruder, Dr. Arash Alaei wurde im Herbst 2011 aus dem Gefängnis entlassen - um ihn nicht zu gefährden wurde diese Nachricht jedoch erst nach seiner sicheren Ausreise in die Vereinigten Staaten verbreitet. Die Brüder Alaei befinden sich nun in den Vereinigten Staaten und somit außer Reichweite des Terrornetzwerkes der iranischen Regierung. Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte setzte sich schon früh für sie ein, sammelte aktiv Unterschriften und machte auf diese Fälle aufmerksam. Im Namen der Brüder dankt die IGFM allen Unterstützern und Helfern, die sich für die beiden eingesetzt haben.

 
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Frei: Kubanischer Bürgerrechtler Normando Hernandez Gonzales berichtet über seine Haft


Der kubanische Journalist und Bürgerrechtler Normando Hernandez Gonzales (geboren am  27.10.1969), Direktor der Unabhängigen Journalistenschule (CPIC) in Camagüey/Kuba, wurde im März 2003 während des sogenannten kubanischen "Schwarzen Frühlings" verhaftet und zu 25 Jahren Gefängnis verurteilt. Im Jahr 2005 wurde er zum Ehrenmitglied der IGFM ernannt. Nach jahrelangen internationalen Protesten für ihn und andere politische Gefangene in Kuba wurde er am 14. Juli 2010 aus dem Gefängnis entlassen und zwangsweise nach Spanien abgeschoben. Der Bürgerrechtler berichtete der IGFM über seine Gefangenschaft.


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Iran: Pfarrer aus der Haft entlassen - weiter vom Tod bedroht

Wilson Issavi, der Pastor der assyrischen evangelischen Kirche von Kermanshah (West Iran), ist am 28. März 2010 gegen Kaution aus der Haft entlassen worden und wartet auf ein Verfahren gegen ihn. Er war  am 2. Februar 2010 in Isfahan Beamte des iranischen Geheimdienstes festgenommen worden. Die Behörden misshandelten ihn, verweigern jeden Kontakt zur Außenwelt, ebenso Angaben zu seinem Haftort oder den Gründen für seine Verhaftung - sie drohten aber, ihn hinzurichten.  Das Verfahren gegen Issavi ist nicht aufgehoben worden, mehrfach sind politische Gefangene nach ihrer Freilassung von "Unbekannten" getötet worden.

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China: Tibetischer Mönch Golog Jigme Gyatso frei


Der tibetische Mönch Golog Jigme Gyatso wurde 15. Oktober 2008, über ein halbes Jahr nach seiner Verhaftung, auf freiem Fuß gesetzt. Während seiner Gefangenschaft war er wiederholt gefoltert worden. Die chinesischen Behörden gaben keine Informationen über die Gründe der Haft bekannt. Hintergrund für die Verhaftung war der Dokumentarfilm "Leaving Fear Behind" (zu Deutsch: "Die Furcht zurücklassen", im Tibetischen: "Jigdrel"), den der Mönch mit dem tibetischen Amateurfilmemacher Dhondup Wangchen drehte. Noch kurz vor Ausbruch und Niederschlagung der Massenunruhen in Tibet im März 2008, hatten die beiden ihren Dokumentarfilm fertig gestellt und in die Schweiz bringen lassen. Für den Film haben die beiden Tibeter von Oktober 2007 bis Anfang März 2008 über 100 Interviews über die kommunistische Herrschaft in Tibet, die Olympischen Spiele und den Dalai Lama durchgeführt.

Dhondup Wangchen wurde am 28. Dezember 2009 zu sechs Jahren Haft wegen "Anstiftung zur Untergrabung der Staatsgewalt" verurteilt.

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Frei: Pakistanischer Christ und seine Tochter wegen "Blasphemie" über ein Jahr in Haft


Nach über einem Jahr im Gefängnis wegen angeblicher "Blasphemie" sind der pakistanische Christ Gulshare Masih und seine volljährige Tochter Sandal Gulshare am 14. Dezember 2009 gegen Kaution aus der Haft entlassen worden. Von der Polizei waren sie angeblich nur zu ihrem "eigenen Schutz" eingesperrt worden. Für die Vorwürfe, beide hätten Seiten aus einem Koran gerissen, gab es keinerlei Belege.

 

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Iran: Konvertitinnen freigelassen 


Die zum Christentum übergetretenen Iranerinnen Maryam Rostampour (geborgen 1982) und Marzieh Amirizadeh Esmaeilabad (geboren 1979) sind am 18. November 2009 aus dem berüchtigten Evin-Gefängnis in Teheran entlassen worden. Sie waren am 5. März 2009 in Teheran verhaftet und später einem Revolutionsgericht vorgeführt worden. Offiziell wurde keine Anklage gegen sie erhoben. Nach Angaben eines Gefängnisbeamten sollten sie jedoch wegen ihres Abfalls vom Islam hingerichtet werden. Auch nach ihrer Freilassung sind beide nicht sicher. In der Islamischen Republik Iran sind vom Islam "Abgefallene" mehrfach Opfer nicht aufgeklärter Morde geworden oder "verschwunden".

 

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Iran: Menschenrechtsverteidiger Abdolfattah Soltani


Einer der bekanntesten Menschenrechtsverteidiger des Iran, der Rechtsanwalt Abdolfattah Soltani, ist am Abend des 26.08.2009 gegen eine Kaution von umgerechnet rund 70.000 Euro aus der Haft entlassen worden und zu seiner Familie zurückgekehrt. Da die Familie diese für iranische Verhältnisse extrem hohe Summe nicht aufbringen konnte, hat die Familie stattdessen die Eigentumsurkunde seiner Anwaltskanzlei hinterlegt. Soltani war am 16. Juni 2009 in Teheran in seiner Kanzlei verhaftet worden - ohne Durchsuchungsbefehl, Vorladung oder Haftbefehl. Auch während seiner Haftzeit wurde keine Anklage gegen ihn erhoben.

 

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China: Pastor nach knapp einjähriger Haft freigelassen

 

Nach knapp einjähriger Haft ist der chinesische Pastor Lou Yuanqi am 24. April 2009 gegen Zahlung einer Kaution "vorläufig" freigelassen worden. Der 1964 geborene Seelsorger war am 17. Mai 2008 in der Stadt Qingshuihe im Distrikt Huocheng in der autonomen Uighurischen Region Xinjiang im Nordwesten der Volksrepublik verhaftet worden. Erst sieben Monate später, am 15. Dezember 2008 wurde er wegen "Benutzens von Aberglauben zur Unterwanderung des Gesetzes" vor Gericht gestellt, aber nicht verurteilt. Dennoch blieb Pastor Lou ohne Begründung weiter in Haft. Beobachter des Falls sind der Überzeugung, dass durch die Verhaftung von Pastor Lou seine nicht registrierte Hausgemeinde daran gehindert werden sollte, sich in seinem Wohnhaus zu versammeln.

[mehr Infos zu Pastor Lou Yuanqi ...] 

 

  

Kuba: Blinder Bürgerrechtler Juan Carlos Gonzáles Leiva

 

Die Gefängnisstrafe des kubanischen Rechtsanwaltes Juan Carlos Gonzáles Leiva ist im Dezember 2005 nach internationalen Protesten "aus gesundheitlichen Gründen" in einen 4-jährigen Hausarrest umgewandelt worden. Der blinde Bürgerrechtler wurde im April 2003 wegen seines Einsatztes für Bürgerrechter und insbesondere für Presse- und Informationsfreiheit zu insgesamt 20 Jahren Haft verurteilt. Offiziell wurde ihm von den kubanischen Behörden "Störung der öffentlichen Ordnung" , "Widerstand gegen die Staatsgewalt" und "Beleidigung von Fidel Castro" vorgeworfen. Leiva ist Gründer oder Mitgründer mehrerer Institutionen und Initiativen für die Achtung der Menschenrechte , sehr zum Missfallen der kubanischen Regierung. Wiederholt wurden er und seine Angehörigen von der kubanischen Staatssicherheit verhaftet, schikaniert und bedroht, um ihn zu zwingen, sein Engagement für Bürgerrechte einzustellen - bislang jedoch ohne Erfolg.

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[Aktuelle Appelle zu Kuba ...]
[Interview mit Juan Carlos Gonzáles Leiva vom 24.04.2006 ...]
[Menschenrechtsinfos zu Kuba ...]

 

  

Folteropfer in China: Wang Xiaoyan

 

Die Verkäuferin Wang Xiaoyan (geboren 1971), eine chinesische Angehörige der buddhistischen Meditationsschule Falun Gong, ist im Juni 2008 nach zwei Jahren und 15 Tagen Haft aus dem Frauenarbeitslager "Masanjia" entlassen worden. Sie wurde am 27. Mai 2006 vor der Eingangstür ihres Wohnhauses in der Hafenstadt Dalian in der Provinz Liaoning von der Polizei festgenommen und in das Untersuchungsgefängnis Yaojia/Dalian gebracht. Am 12. Juli 2006 wurde sie in das Masanjia Arbeitslager überführt, wo sie systematischer Folter ausgesetzt war. Ein Haftbefehl bestand nicht. Anklage war nicht erhoben worden. Ein Gerichtsverfahren hatte nicht stattgefunden. Frau Wang ist verheiratet und hat eine 1998 geborene Tochter.

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Pastor Nguyen Lap Ma

 

Der vietnamesische Pastor Nguyen Lap Ma, ehemals Superintendent der Evangelischen Kirche Südvietnams (EKV), und seine Frau sind am 14.06.2006 nach Jahren der Verfolgung aus Vietnam in die USA ausgereist. Der von der IGFM betreute Pastor stand seit 1976 im Visier des vietnamesischen Staatssicherheitsdienstes, weil er gegen die Enteignung von Kirchengebäuden und Grundstücken protestierte. 1976 wurde er das erste Mal verhaftet, zweimal zwangsumgesiedelt und war zusammen mit seiner Familie Opfer zahlreicher Repressalien. Seit 1982 befand er sich samt Familie in dem kleinen Dorf Long-My in der Provinz Can-Tho in der Verbannung.

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Wang Wanxing

 

Wang Wanxing, Anhänger der chinesischen Demokratiebewegung, geboren am 10.10.1949. Erste Inhaftierung 1976 für einen Monat wegen Kritik an der Politik von Mao Zedong. 1977 wegen Kritik an der Niederschlagung eines Protestes 17 Monate lang inhaftiert. Nachdem er sich öffentlich für eine Neubewertung des Massakers auf dem Tiananmen-Platz von 1989 eingesetzt hatte, wurde er am 3. Juni 1992 wegen "konterrevolutionärer Agitation" verhaftet und am 30.6.1992 in das Ankang Krankenhaus des Pekinger Außenbezirks Fangshan, eine psychiatrische Haftanstalt, verlegt. Nach 13 Jahren Haft wurde er am 16.08.2005 entlassen. Er lebt derzeit in Frankfurt am Main. Das Bild zeigt ihn in kurz nach seiner Freilassung in der IGFM Geschäftsstelle in Frankfurt am Main.

 

  

Nguyen Hong Quang

 

Der vietnamesische Pastor und Rechtsanwalt Nguyen Hong Quang war am 12. November 2004 in der ersten Instanz wegen "Widerstandes gegen die Staatsgewalt" zu drei Jahren Haft verurteilt worden. Er hatte im März 2004 Anzeige gegen zwei Personen erstattet, die durch Observation, Misshandlungen und Entführung von Christen aufgefallen waren. Der Mennonit Quang war in insgesamt fünf Gefängnissen inhaftiert. Die drei letzten Gefängnisse lagen weit von dem Wohnsitz seiner Familie entfernt, so dass die Besuche erschwert wurden. Da er mehrmals von kriminellen Gefangenen angegriffen wurde, fürchtete seine Familie um sein Leben.

Das Gefängnispersonal hat seine Bibel konfisziert und ihn wegen "illegaler Predigten" mehrmals bestraft. Sein Haus in Ho Chi Minh Stadt wurde im Juli 2005 von den vietnamesischen Behörden schwer beschädigt. Der Raum, den Pastor Quang der mennonitischen Kirche als Gebetsraum zur Verfügung gestellt hatte, wurde zur Hälfte zerstört. Am 30. August 2005 ist Pastor Quang überraschend aus dem Gefängnis freigelassen worden. Die Frau von Pastor Quang dankte der IGFM und der internationalen Gemeinschaft unmittelbar danach für ihren großen Einsatz.

 

  

Xu Youlin

 

Die Krankenschwester Xu Youlin, geboren am 11. Februar 1954, wurde am 27. April 2003 in Peking auf der Straße verhaftet, weil sie Flugblätter über die Verfolgung von Angehörigen der buddhistischen Meditationsschule Falun Gong verteilte. Es wurde keine Anklage erhoben, ein Gerichtsverfahren fand nicht statt. Frau Xu Youlin musste im Beijing Frauenlager für Umerziehung durch Arbeit Zwangsarbeit leisten, ein Rechtsbeistand wurde ihr verwehrt. Ihr Mann konnte sie maximal einmal im Monat besuchen. Nach zahlreichen Appellen wurde sie am 26. Dezember 2004 aus dem Xinan Zwangsarbeitslager nach über eineinhalb Jahren Haft entlassen.

 

  

Nguyen Van Ly

 

Nguyen Van Ly, vietnamesischer Pfarrer und Bürgerrechtler, geboren 1946. Seit 1977 insgesamt 21 mal verhaftet. 1983 bis 1992 inhaftiert in der Haftanstalt Bao Sao in Nordvietnam wegen "Leitung einer Pilgergruppe" zum Wallfahrtsort La-Vang. Wegen seines öffentlichen Eintretens für Religionsfreiheit am 19. Oktober 2001 zu 15 Jahren Haft und fünf Jahren Hausarrest wegen "Sabotage der Solidaritätspolitik" und "Nichtbefolgen der Anordnung des administrativen Hausarrestes" verurteilt. Aus der Haftanstalt Bao Sao am 1. Februar 2005 entlassen.

 

  

Prof. Nguyen Dinh Huy

 

Nguyen Dinh Huy, Professor für Anglistik, freier Journalist und Vorsitzender der "Bewegung für Volkseinigung und Demokratischen Aufbau", ist am 12. August 1995 zu 15 Jahren Haft verurteilt worden, wegen "Vorbereitung einer internationalen Tagung über den Aufbau Vietnams". Im Jahr 2003 wurde Prof. Huy aufgefordert, einen Antrag auf Amnestie zu stellen, was er ablehnte. Seit 1975 war Huy insgesamt 22 Jahre inhaftiert, am 1. Februar 2005 wurde er aus der Haft entlassen.

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