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IGFM: Nach Vertagung muss Mahboubeh Karami weiterhin in Haft bleiben
 Mahboubeh Karami, iranische Frauen- und Menschenrechtlerin, seit dem 2. Februar 2010 in Haft. Bild: forequality.info
Teheran / Frankfurt am Main (1. Juli 2010) - Der für den 28. Juni angesetzte Prozess gegen die Frauen- und Menschenrechtlerin Mahboubeh Karami wurde aufgrund des Fehlens von Richter Pirabasi vertagt. Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) kritisiert, dass bis zum neuen, bisher noch nicht festgesetzten Prozesstermin, Karami weiterhin in Haft bleiben wird. Die IGFM befürchtet, dass damit das Leid der seit dem 2. Februar 2010 inhaftierten politischen Gefangenen nur noch gesteigert werde. Sie leide unter körperlichen und geistigen Beschwerden, wie ihre Familie verlauten ließ. Ihr Gesundheitszustand werde immer beunruhigender.
Mahboubeh Karami ist Aktivistin der Eine-Million-Unterschriften-Kampagne für Frauenrechte, die sich für die Gleichstellung von Mann und Frau im Iran einsetzt. Aufgrund ihrer politischen Aktivitäten und der Kritik am iranischen Regime wurde sie bereits einige Male inhaftiert, kam jedoch bisher nach kurzer Zeit immer wieder frei.
IGFM–Vorstandsprecher Martin Lessenthin kritisiert: "Nur weil ein Richter aus bisher ungeklärten Umständen nicht zum Prozess erscheint, muss Karami noch länger in Haft bleiben. Der zuständige Richter ist bekannt für seine harten Urteile gegenüber Oppositionellen. Das Ganze erweckt den Eindruck, als wolle man die Frauenrechtlerin noch weiter unter Druck setzen, um sie endgültig zu brechen."
Das Verhalten des iranischen Justizsystems ist für ein Mitglied im UN-Frauenrechtsrat untragbar. Vielmehr unterstreicht es die bestehenden täglichen Menschenrechtsverletzungen im Iran.
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