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IGFM: Gefangener Hernandez Gonzales in kritischem Gesundheitszustand
Frankfurt am Main ? Camagüey (8. Dezember 2006) ? Der bekannte kubanische Journalist und Menschenrechtler Normando Hernandez Gonzales soll aus dem Gefängnis in ein Krankenhaus eingeliefert werden, nachdem er mehrfach das Bewusstsein verloren hatte, berichtet die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM). Infolge der katastrophalen Versorgung des politischen Gefangenen im Gefängnis und der fehlenden Behandlung von Krankheiten hat der ohnehin sehr schlanke Journalist in kurzer Zeit mehr als 15 Kilo seines Körpergewichts verloren. Mitgefangene hatten versucht, dem Bewusstlosen nach einem Kollaps zu helfen und kubanische Menschenrechtsaktivisten informiert. Hernandez Gonzales sitzt eine 25-jährige Haftstrafe im Kilo 7 Gefängnis in Camagüey ab. Er gehört zur Gruppe der 75 im Frühjahr 2003 verhafteten Journalisten und Bürgerrechtler, so die IGFM.
In einem Telefongespräch am 5. Dezember 2006 informierte seine Ehefrau Yarai Reyes Marin den Menschenrechtsanwalt Juan Carlos Gonzales Leiva darüber, dass sich der Gesundheitszustand ihres Ehemanns katastrophal verschlechtert habe und dass er einem Arzt des Innenministeriums zufolge ins Provinzhospital Camagüey verlegt werden soll.
Hernandez Gonzales erklärte, an seinem früheren Haftort, dem Gefängnis Kilo 5 ½ in Pinar del Rio, hätten Militärbeamte ihn vorsätzlich mit Tuberkulose infiziert und später vorsätzlich eine Magen-Darm-Erkrankung des Gefangenen herbeigeführt. Hernandez Gonzales und eine große Gruppe von Gefangenen in der Haftanstalt Kilo 7 beschuldigen die Staatssicherheit, seine ?langsame Ermordung? zu vollstrecken.
Hernandez Gonzales und seine im Exil lebende Mutter Blanca Gonzales sind Mitglieder der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM). Die in Frankfurt ansässige Gesellschaft hat eine Appellaktion und eine Anzeigenkampagne für seine Freilassung gestartet. Blanca Gonzales ist Zeugin im Rahmen der von der IGFM beim Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen in Genf vorgelegten Beschwerde gegen Kuba nach der UN-Resolution 1503. Am 30. November berichtete sie in Berlin auf einer Pressekonferenz der IGFM über die Verfolgung von Journalisten auf Kuba.
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