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IGFM: Antunez während eines Familienbesuches im Gefängnis brutal zusammengeschlagen
 Der kubanische politische Gefangene, Jorge Luis Garcia Pérez "Antúnez"
Frankfurt / Miami (13. Juli 2004) - Der kubanische politische Gefangene Jorge Luis Garcia Pérez (auch bekannt als "Antúnez") wurde von den Aufsehern des Provinzgefängnisses von Ariza in der Provinz Cienfuegos vor Zeugen misshandelt. Wie die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) berichtet, ereigneten sich die Misshandlungen während eines Verwandtenbesuches im Gefängnis. Nach Aussage von Bertha Antunez (der Schwester des Gefangenen) haben die Gefängniswachen weiter auf ihren Bruder eingeschlagen, als dieser bereits am Boden lag. Sie fesselten seine Arme mit Handschellen und zogen ihn an den Fesseln in entgegengesetzte Richtung. Das hat bei Antunez Blutungen am Nacken und Atembeschwerden verursacht.
Die Gefängnisbeamten hatten zuvor die Bitte von Antunez abgelehnt, die zahlreichen Briefe und Postkarten, die ihm als Zeichen der Solidarität aus aller Welt zugeschickt worden waren, seiner Schwester auszuhändigen. Dies hat, so Bertha Antunez, eine wortreiche Auseinandersetzung zwischen dem politischen Gefangenen und den Aufsehern entzündet. Antunez bezeichnete einen Aufseher als Lügner und wurde danach von mehreren Beamten erbarmungslos geschlagen. Danach attackierten sie seine anwesenden Verwandten, darunter auch Kinder. Dem 9jährigen Sohn der Verlobten von Antunez hatte ein Aufseher einen Schlag über den Nieren versetzt.
Martin Lessenthin, Vorstandssprecher der IGFM, bezeichnet Antunez als politischen Langzeitgefangenen und Opfer immer neuer physischer und psychischer Folter durch das Wachpersonal. Antunez Haft sei immer wieder verschärft worden, da er auch als Gefangener nie aufgehört hat, vehement Kritik am totalitären Regimes seiner kubanischen Heimat zu üben. Im Jahr 1990 war Antunez wegen öffentlicher Kritik an der kommunistischen Herrschaft zu einer Freiheitsstrafe von 5 Jahren verurteilt worden. Er hatte bestritten, dass die Kommunistische Partei das Recht besäße, das gesamte Leben der Kubaner zu bestimmen. Nach einem gescheiterten Fluchtversuch wurde seine Strafe auf 15 Jahre erhöht. Antunez wurde 1999 zum Ehrenmitglied der IGFM ernannt.
Die Familienangehörigen von Antunez appellieren an die Menschenrechtsorganisationen, bekannt zu machen, dass die Menschenrechtler und politischen Gefangenen in Kuba größte persönliche Risiken auf sich nehmen und weiterhin der Willkür eines gewalttätigen Regimes ausgesetzt sind. Dass die kubanische Regierung einige politische Gefangene freigelassen habe, bedeute nicht, dass sie ihre Politik ändern werde. Die psychische und physische Terrorisierung der Gefangenen durch Drohungen, Schläge und Verweigerung medizinischer Hilfe in den Gefängnissen hält an, wie auch in den vergangenen Wochen weitere Festnahmen von Menschenrechtlern erfolgt sind.
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