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Gesundheitszustand des kubanischen Arztes und Menschrechtsaktivisten dramatisch
 Dr. med. José Luis Garcia Paneque: 24 Jahre Haft für Menschenrechtseinsatz auf Kuba
Frankfurt am Main / Havanna (16. Mai 2008) - Der kubanische Arzt und Menschenrechtsaktivist Dr. José Luis Garcia Paneque ist infolge der unmenschlichen Haftbedingungen, Schlafentzugs und mangelnder medizinischer Versorgung bis auf die Knochen abgemagert. Seine Haut ist bläulich gefärbt und der Magen berührt fast das Rückgrat, berichtete seine Mutter Moralinda Paneque, in der vergangenen Nacht der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM). Die IGFM fordert, Dr. Paneque unverzüglich aus dem Gefängnis zu entlassen. Er war im Jahr 2003 zu 24 Jahren Haft verurteilt worden, weil er sich öffentlich, friedlich für die Menschenrechte eingesetzt hatte. "Es wäre ein Zeichen der Menschlichkeit diesen schwerkranken Mann freizulassen", appellierte die IGFM am heutigen Freitag in Frankfurt an General Raul Castro.
Seit über fünf Jahren ist Dr. José Luis Garcia Paneque in Haft. Seine Eltern und Schwester sind äußerst besorgt über seinen Gesundheitszustand. Bei ihrem letzten Besuch am 5. Mai waren sie über sein Aussehen bestürzt. Ihr Sohn würde wie ein Skelett aussehen, seine Knochen stehen hervor. Infolge der unmenschlichen Haftbedingungen und der mangelnden medizinischen Versorgung ist Dr. Paneque schwer erkrankt. Er leidet an dem Malabsorptions Syndrom, einer Verdauungsstörung, die verhindert, dass der Körper die aufgenommene Nahrung verwertet. Dr. Paneque hat infolgedessen stark an Gewicht verloren und leidet an inneren Blutungen. Weil ihn seine vom Wachpersonal dazu angehaltenen Mitgefangenen nachts quälen und nicht zur Ruhe kommen lassen, leidet er außerdem unter extremen Schlafmangel.
Einsatz für die Menschenrechte
Dr. José Luis Garcia Paneque wurde am 18. März 2003 zusammen mit 74 anderen Dissidenten in einer beispiellosen Verhaftungswelle, auch bekannt als "Schwarzer Frühling" verhaftet. Er hatte sich friedlich für die Umsetzung der Allgemeinen Erklärung der Menschrechte in seinem Land eingesetzt. Dafür wurde er zu 24 Jahren Haft verurteilt, die er in einem Hochsicherheitsgefängnis absitzt. Seine Frau und seine vier Kinder mussten Kuba verlassen, da von der kubanischen Regierung angestiftete Mobs gewaltsam ihr Haus angegriffen hatten.
Dr. Paneque ist einer der politischen Gefangen, die durch das politische Patenschaftsprogramm der IGFM unterstützt werden. Dabei setzen sich deutsche Politiker aus Landtagen, Bundestag und Europaparlament als politische Paten für inhaftierte Bürgerrechtler ein, um zusätzlichen politischen Druck aufzubauen. Nach Angaben der IGFM wurden Anfang März vier der rund 300 politischen Gefangenen auf Kuba freigelassen, nachdem sich ihre deutschen politischen Paten vehement für sie eingesetzt hatten. Für Dr. Paneque setzen sich der EU-Parlamentarier Dr. Christian Ehler, MdEP sowie Brandenburg und der Magdeburger Landtagsabgeordnete Wigbert Schwenke, MdL ein.
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