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IGFM: Keine Frauen in den Iran abschieben
Teheran/Frankfurt (15. Juli 2005) - Meldungen von Menschenrechtlern aus Teheran zufolge steht zu befürchten, daß das Todesurteil gegen Kobra Rahmanpour am kommenden Montag vollstreckt wird.
Kobra Rahmanpour wurde am 5. November 2000 wegen Ermordung ihrer Schwiegermutter verhaftet und anschließend zum Tode verurteilt. Obwohl Frau Rahmanpour ihre Unschuld beteuerte und die Tat als Notwehrakt gegen den Angriff der Schwiegermutter darstellte, bestätigte der Oberste Gerichtshof im Januar 2003 das Urteil, die Vollstreckung wurde jedoch mehrfach verschoben.
Bekannt ist, daß Frau Rahmanpour mehrfach von ihrem Mann und dessen Familienangehörigen schweren Mißhandlungen ausgesetzt war; ihr Mann wurde wegen physischem und sexuellem Mißbrauch zu einer Gefängnisstrafe verurteilt. Eine Exekution von Frau Rahmanpour wäre die erste bekanntgewordene Hinrichtung einer zum Tode verurteilten Frau unter dem neuen als konservativ bezeichneten Präsidenten Mahmoud Ahmedinejad.
Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) fordert die für Asylentscheidungen zuständigen Ämter und Richter auf, im Falle einer Exekution auf weitere Abschiebungen von Frauen in den Iran zu verzichten.
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