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IGFM: Unliebsame Journalisten werden bedroht und eingeschüchtert, um sie von ihrer Tätigkeit als kritische Beobachter abzubringen

Kuba - Frankfurt am Main - (24. Oktober 2008) ? Die IGFM hat soeben von der willkürlichen Festnahme der kubanischen Journalistin, Dran Ismaris Salomón, erfahren. Nachdem die schwangere Frau an einem Seminar für unabhängige Journalisten im Gebäude der US Interest Section teilgenommen hatte, wurde sie von Beamten der Staatssicherheitsabteilung (DSE) und der Nationalen Revolutionären Polizei (PNR) festgenommen und verhört. Während der zweistündigen Befragung war sie massiven Bedrohungen ausgesetzt.
Laut dem unabhängigen Journalisten und Direktors des Informationszentrums Corriente Martiana (CICM) Roberto de Jesús Guerra Pérez, wurde Frau Ismaris Salomón am 21. August um 15.40 Uhr verhaftet, als sie das Büro der US Interest Section verließ.
Während des Verhörs wollten die beiden Sicherheitsbeamten wissen, wieso sie an dem Kurs teilnehme, und machten ihr deutlich, dass sie ab nun den Kurs nicht besuchen dürfe. Die Beamten waren auch über ihr Vorhaben, eine Frauenorganisation namens Rosa Berre zu gründen, informiert, und stellten klar, dass es dazu nicht kommen werde. Des Weiteren bemerkten sie, ihr Kind werde vielleicht gar nicht geboren und wenn, dann nur mit Komplikationen. Sie drohten ihr an, ihr als einer Konterrevolutionärin den Krankenhausplatz für ihr Kind zu entziehen. Vielleicht müsste das Kind auch zu seinem Eigenwohl ihr entzogen werden, denn falls sie ins Gefängnis käme, könne der Vater unmöglich alleine für das Kind sorgen. Mit den Worten: "Wir werden deine Schwangerschaft aufmerksam verfolgen!" wurde sie nach zwei Stunden entlassen, aber nicht ohne ihr vorher die Kursbücher über Journalismus und Literatur in der Demokratie abzunehmen.
Die im fünften Monat schwangere Journalistin ist 39 Jahre alt und muss daher mit einer risikoreichen Schwangerschaft rechnen. Aus Angst, dass ihrem Kind etwas zustössen könnte, verweigert Frau Ismaris Salomón nun jegliche medizinische Betreuung durch kubanische Ärzte.
Ihr Ehemann ist überzeugt, dass diese Drohungen und Erpressungen darauf abzielen, sie von ihrer journalistischen Tätigkeit abzuhalten. "Ich mache die kubanische Regierung direkt für den Gesundheitszustand meiner Frau verantwortlich und möchte den Reportern ohne Grenzen sowie der Interamerikanischen Pressegesellschaft (SIP) mitteilen, das in der kubanischen Diktatur Journalisten, die über Menschenrechtsverletzungen berichten und sich für die Pressefreiheit einsetzen, tagtäglich schikaniert und verfolgt werden."
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