SR Vietnam: Buddhistisches Kloster von Milizen gewaltsam geräumt |
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IGFM: Konflikt mit der Religionspolizei eskaliert - Milizen und Schläger drängen 400 Buddhisten aus dem Kloster von Zenmeister Thich Nhat Hanh
Wie die IGFM weiter berichtet, sperrte die Polizei die Zugangswege zum Kloster, um zu Hilfe eilende Buddhisten aus der Umgebung daran zu hindern, bis zum Kloster zu gelangen oder die Vorgänge zu filmen. Vertreter der Ortsverwaltung beobachteten das Geschehen am Tatort. Die Vertreter der Provinzregierung, die von den Opfern zur Hilfe gerufen wurden, stritten die Verantwortung für die Gewaltausbrüche ab. Seit Juni 2008 sind die 400 Mönche und Nonnen zu Personen non grata erklärt worden. Man verweigert ihnen eine Aufenthaltsgenehmigung. Seit Monaten war ihnen die Wasserversorgung abgeschnitten worden, die Stromzufuhr wurde gekappt und die Lebensmittelversorgung unterbunden. Die Mönche und Nonnen wurden mehrfach Opfer von Übergriffen, Brandanschlägen, Bedrohungen und Hetzkampagnen. Der Konflikt mit der Gemeinde von Zenmeister Thich Nhat Hanh hat einen politischen Hintergrund. Thich Nhat Hanh kehrte 2006 nach 40jährigem Exil nach Vietnam zurück. Bei seinem zweiten Besuch 2007 appelliert der Zenmeister an die Regierung, Maßnahmen für eine Versöhnung des Volkes nach dem Krieg einzuleiten. Als Beipiele nannte er die Einrichtung einer Gedenkstätte für die verstorbenen Bootsflüchtlinge und die Pflege der Gräber südvietnamesischer Soldaten zu erlauben. Als Zeichen der Religionsfreiheit schlug der Zenmeister vor, die seit 1981 verbotene Vereinigte Buddhistische Kirche Vietnams wieder offiziell zuzulassen und die Religionspolizei sowie die Regierungskommission für Religiöse Angelegenheiten aufzulösen. Daraufhin erklärte die Regierungskommission den Meister und seine Schüler zu politischen Gegnern. Zur Begründung wird Thich Nhat Hanh vorgeworfen, er habe bei seinen drei Besuchen das vietnamesische Gesetz gebrochen.
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