|
Drei Jahre Haft für ein T-Shirt mit der Aufschrift "Cambio" ("Wechsel") - Bürgerrechtler verweigert seit über zwei Monaten die Nahrungsaufnahme
 Im Hungerstreik für die Freiheit: Julián Antonio Monés Borrero, kubanischer unabhängiger Journalist, verurteilt wegen Regimekritik zu 3 Jahren Haft. Bild: directorio.org
Santiago de Cuba / Frankfurt am Main (3. September 2010) - Wie jetzt bekannt wurde, verschlechtert sich der Gesundheitszustand des politischen Gefangenen Julián Antonio Monés Borrero rapide. Dies teilte die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) in Frankfurt mit. Der Gefangene war am 1. Juli 2010 in Hungerstreik getreten. Er fordert seine sofortige Freilassung, da er keine Straftat begangen habe, sondern aus rein politischen Gründen inhaftiert sei, so die IGFM.
Wie die IGFM weiter berichtet, ist Borrero inzwischen auf einen Rollstuhl angewiesen. Derzeit befindet er sich auf der Gefangenenstation des Juan-Bruno-Sayas-Universitätskrankenhauses von Santiago de Cuba. Borrero gehört der Menschenrechtsbewegung "Miguel Valdés Tamayo" an, die nach einem verstorbenen politischen Gefangenen bennant ist. Borrero stammt aus Baracoa im Osten Kubas. Am 26. November 2008 wurde er zu drei Jahren Haft verurteilt, weil er in der Öffentlichkeit ein weißes T-Shirt mit der Aufschrift "Cambio" ("Wechsel") trug, das für einen demokratischen Wechsel auf Kuba steht.
Terminhinweis:
IGFM-Pressekonferenz "Haftentlassung kubanischer Gefangener in Kuba und die Haltung der EU-Staaten gegenüber dem Castro-Regime" Termin: Dienstag, 7. September 2010 Beginn: 10.00 Uhr Ort: Jakob-Kaiser Haus, Raum 1.513, Dorotheenstraße 101, 10115 Berlin
|