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Der Journalist Normando Hernández González ist Opfer fortgesetzter Folter im Gefängnis "Kilo 5 ½" - Mitgefangene treten in den Hungerstreik
 Gefoltert: Der unabhängige kubanische Journalist, Normando Hernández González
Frankfurt/Main (27. Mai 2004) - Aus Protest gegen die fortgesetzte Folter des Journalisten Normando Hernández González, der von Gefängnisbeamten zuletzt an den Haaren aufgehängt worden war, sind drei Mitgefangene und Hernández in einen Hungerstreik getreten, berichtet die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM). Die Gefangenen gehören der Organisation "Christian Liberation Movement" (Christliche Befreiungsbewegung) an. Hernández wird seit September letzten Jahres im Gefängnis "Kilo 5 ½" in Pinar del Rio gefangen gehalten. Seit er selbst im Herbst 2003 aus Protest gegen die unmenschlichen Haftbedingungen in einen Hungerstreik trat, ist Hernández Opfer kontinuierlicher Gewaltanwendung.
Wie die in Frankfurt ansässige IGFM weiter berichtet, wurde der unabhängige kubanische Journalist Normando Hernández González, im April 2003 in einem politischen Prozess zu 25 Jahren Freiheitsstrafe verurteilt. In der vergangenen Woche wurde er von Gefängniswärtern zusammengeschlagen und als Strafe für die Aufnahme des Hungerstreiks wurde er für 21 Tage in eine "Sonderstrafzelle" mit kriminellen Gefangenen gesperrt. Ebenso wurde mit den anderen Gefangenen verfahren, die in den Hungerstreik getreten sind.
Ein weiterer unabhängiger Journalist, dessen physischer Zustand sich seit seiner Inhaftierung besorgniserregend verschlechtert hat, ist Carlos Brizuela Yera. Der seit dem 4. März 2002 im Gefängnis "Kilo 8" inhaftierte Journalist wurde zu drei Jahren Freiheitsstrafe verurteilt. Er hat brutale Schläge durch die Wärter erlitten und ist aufgrund der mangelhaften Ernährung im Gefängnis erkrankt. Des weiteren ist sein Körpergewicht nach Angaben von Juan Gonzalez Leiva, der bis vor kurzem mit ihm zusammen inhaftiert war, viel zu niedrig.
Folter wegen Eintretens für regimeunabhängige Journalisten
Virgilio Mantilla Arango ist aufgrund seiner Unterstützung für den unabhängigen Journalisten Jesus Alvarez Castillo seit dem 4. März 2002 wie Brizuela Yera im Gefängnis "Kilo 8" inhaftiert. Der Regimekritiker gehört der Fundación Cubana de Derechos Humanos (Kubanische Stiftung für Menschenrechte) an, die von dem unter Hausarrest stehenden Juan Carlos Gonzales Leiva geleitet wird (die IGFM berichtete). Der Afrokubaner Virgilio Mantilla Arango hatte den von Staatssicherheitsbeamten misshandelten Journalisten Alvarez Castillo gemeinsam mit anderen Bürgerrechtlern im Krankenhaus besucht und dabei mit weiteren Dissidenten "Lang leben die Menschenrechte!" gerufen. Daraufhin war er der "Erregung der Öffentlichkeit" für schuldig befunden und zu sieben Jahren Freiheitsstrafe (!) verurteilt worden.
Nach Aussage von Mantilla Arangos Ehefrau Niurquis Padrón Ramos ist dieser im Gefängnis körperlich misshandelt worden. Als Motiv kämen dabei sowohl seine weitergehend geäußerte Ablehnung des Castro-Regimes als auch seine schwarze Hautfarbe in Betracht. Juan Carlos Gonzalez Leiva berichtete der IGFM telefonisch, dass der Dissident mit zum Tode Verurteilten in einer Zelle untergebracht sei und unter starken Lungenschmerzen leide.
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