29.08.2005 10:00 Uhr

IGFM: Wanderfotoausstellung >> FIELDS OF SHAME << kommt nach Frankfurt

Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte und das Zentrum für Theorie und Praxis der Demokratie zeigen eine Fotoausstellung über Menschenrechtsverletzungen



 

Frankfurt am Main (29. August 2005) - China und Tibet, Burma, Kuba, Nordkorea - die Menschenrechtssituation in diesen Ländern ist katastrophal: Menschen werden systematisch wegen ihrer politischen oder religiösen Anschauungen verfolgt, inhaftiert, gefoltert, im schlimmsten Falle ermordet. Die Wanderfotoausstellung "Fields of Shame" dokumentiert Menschenrechtsverletzungen in diesen Staaten. Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) organisiert gemeinsam mit einer Partnerorganisation aus Polen eine Ausstellungstour durch Deutschland. Vom 29. bis zum 31. August wird "Fields of Shame" an der Konstablerwache zu sehen sein.

Das Projekt wurde durch den Bürgerrechtler Wojciech Modelski vom "Zentrum für Theorie und Praxis der Demokratie" in Krakau initiiert. Ziel der IGFM-Partnerorganisation war dabei die Sensibilisierung der Bevölkerung für Menschenrechtsthemen und möglichst eine Solidarisierung mit den Opfern von Menschenrechtsverletzungen weltweit, die im besten Fall Aktivismus in der Menschenrechtsarbeit zur Folge hat.

Durch die öffentlich präsente Ausstellung der Exponate auf 100 Metern Bauzaun wollen die IGFM und das polnische Zentrum auch Menschen für die Menschenrechtssituation in den genannten Ländern interessieren, die sonst kaum in Kontakt mit dieser Problematik kommen. Die Ausstellungstour durch Polen im Jahre 2004 war in diesem Sinne ausgesprochen erfolgreich und erhielt auch überregional große Aufmerksamkeit. Die Ausstellung wurde nun gemeinsam mit der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte überarbeitet und erweitert. "Fields of Shame" wird in Deutschland nacheinander für jeweils zwei bis vier Tage auf knapp 40 öffentlich zugänglichen Plätzen in verschiedenen Städten gezeigt.

"Kuba und China gehören zu den Schwerpunktgebieten der IGFM. Auch zu Nordkorea und Burma erscheinen immer wieder Dossiers; regelmäßig werden Medieninformationen herausgegeben und Appell-Aktionen gestartet", erklärt Martin Lessenthin, Vorstandssprecher der IGFM. "Presse-, Informations- und Meinungsfreiheit gibt es in diesen Ländern nicht; die Religionsfreiheit ist mindestens stark eingeschränkt. Allerdings weiß ein Großteil der Öffentlichkeit sehr wenig oder überhaupt nichts über Menschenrechtsverletzungen in diesen Ländern. Die Ausstellung ist somit der ideale Weg, um weitere Menschen für unsere Aktivitäten und Menschenrechtsarbeit im Allgemeinen zu interessieren und zu begeistern - und um wirksamer zu werden."

"... wir wollen dazu beitragen, dass immer weniger Menschen ihr Gewissen durch die Aussage 'Nein. Ich hab's nicht gewusst' beruhigen können", erklärt Wojciech Modelski abschließend.

 






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