|
Gewalt gegen Berichterstatter in Bernau bei Berlin: Wollen Linke und Castro-Anhänger keine Pressefreiheit für Kritiker von Castro und Chavez in Deutschland dulden?
 Boris Luis Santa Coloma, Deutschland-Korrespondent von Radio- und TV-Martí
Bernau / Frankfurt am Main ? (16. Mai 2008) - Der Deutschland-Korrespondent von TV Marti, Boris Luis Santa Coloma, wurde am 14. Mai Ziel tätlicher Angriffe durch militante Castro-Anhänger, berichtet die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM). Beim Versuch, während einer öffentlichen Veranstaltung in Bernau bei Berlin Filmaufnahmen zu machen, wurde er vor den Augen der dort anwesenden kubanischen und venezolanischen Diplomaten von Castro-Anhängern angegriffen. Die Diplomaten und die Mitveranstalter von "Cuba Si" und "Die Linke" schritten nicht ein, um den Reporter zu schützen. Santa Coloma wurden Kamera und Sichtschutz gewaltsam ins Gesicht gestoßen und er wurde gewaltsam aus dem Raum entfernt, so die IGFM. Zuvor hatte er über eine Protestveranstaltung der Christlich Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA) und der IGFM in Bernau berichtet, bei der sich die Teilnehmer für die Freilassung politischer Gefangenen in Cuba und Venezuela eingesetzt hatten.
"Die kubanische Regierung hat vor fünfzig Jahren das Recht auf Pressefreiheit außer Kraft gesetzt. Bis zum heutigen Tag dürfen nur der Staat bzw. die kommunistische Partei auf Kuba Medien betreiben. Unabhängige Journalisten, die sich nicht einschüchtern lassen und die Zensur umgehen und für westliche Medien berichten, werden verhaftet, zu langjährigen Gefängnisstrafen verurteilt und gefoltert", erläutert Martin Lessenthin, Vorstandssprecher der IGFM.
TV- und Radio Marti sind Sender, die aus dem Ausland unzensierte Berichte für die kubanische Bevölkerung ausstrahlen. Trotz der aufwändigen Störsender, die das Castro-Regime einsetzt, um die Verbreitung der Programme auf Kuba zu verhindern, haben Radio Marti und TV Marti eine wachsende Hörer- bzw. Zuschauergemeinde auf der Karibikinsel. Das geben sogar die kubanischen offiziellen Medien zu (z.B. in der Sendung "Mesa Redonda" vom 15. Mai 2008, ein Tag nach dem Zwischenfall in Bernau). "Die Reportagen von Boris Luis Santa Coloma aus Deutschland erreichen eine große Zuschauerzahl. Sie sind ein Dorn im Auge der kubanischen Regierung", so IGFM-Sprecher Lessenthin.
Boris Luis Santa Coloma erklärte nach dem tätlichen Angriff:
"Als Korrespondent von Radio- und TV-Martí wollte ich über die beiden Veranstaltungen in Bernau berichten. Ziel meiner Reportage war, dem kubanischen Publikum auf der Insel einen unparteilichen Einblick in die deutsche Betrachtungsweise auf die Kuba-Situation zu geben. Ich wurde dabei behindert, obwohl es sich um eine öffentliche Veranstaltung handelte ? die Veranstaltung war in der Presse angekündigt und die Bevölkerung wurde dazu eingeladen.
Anwesend waren die Sprecherin der Botschaft Kubas, Deborah Azcuy, sowie der Konsul der Republik Kuba. Auch ein Vertreter der Botschaft Venezuelas war anwesend. Ich habe erklärt, als man mich entfernen wollte, dass ich ein Journalist bin und das Recht habe, Menschen darüber zu berichten.
Vor dem Hintergrund, dass Raúl Castro der Welt seine Reformwilligkeit zeigen will, unterbinden Vertreter seiner Regierung die freie Berichterstattung sogar in Deutschland. Das schlimmste ist, dass dies in einem demokratischen Land geschieht und dass das Opfer der Sohn eines Kämpfers der kubanischen Revolution ist, der damals gegen Batista kämpfte, um die Presse- und Meinungsfreiheit in Kuba wiederherzustellen."
|