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Weitere Repressalien gegen Reina Luisa Tamayo Danger
 Frau Tamayo Danger wurde erneut daran gehindert die Kirche und das Grab ihres Sohnes zu besuchen. Foto: coalitionofcubanamericanwomen.blogspot.com
Frankfurt am Main (17. August 2010) ? Am 15. August 2010 wurden in Banes im Osten Kubas drei oppositionelle Bürgerrechtler von der kubanischen Staatssicherheit verhaftet. Darauf wies heute in Frankfurt die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) hin. Es handelt sich dabei um Unterstützer der Menschenrechtsaktivistin Reina Luisa Tamayo Danger, der Mutter des am 23. Februar 2010 verstorbenen Orlando Zapata Tamayo.
Frau Tamayo Danger selbst wurde erneut daran gehindert die Kirche und das Grab ihres Sohnes zu besuchen. Er war nach 86-tägigem Hungerstreik in politischer Gefangenschaft gestorben. Die drei Verhafteten nahmen regelmäßig an Mahnwachen in Banes teil.
Seit dem Tode Orlando Zapata Tamayos ist die Mutter des ehemaligen politischen Gefangenen, Reina Luisa Tamayo Danger, in ihrem Wohnort Banes im Osten Kubas starken psychischen und physischen Repressionen ausgesetzt. Sie sieht sich immer wieder Belagerungen ihres Hauses und der Hinderung an Kirchen- und Friedhofsgängen ausgesetzt. Die Belästigungen gegen Frau Tamayo Danger verstärkten sich, nachdem sie an einigen Protestmärschen der Initiative ?Zapata lebt? (?Zapata vive?) teilgenommen hatte. Diese Kundgebungen werden von Dissidenten durchgeführt und sind gegen die kubanischen Haftbedingungen gerichtet. Frau Tamayo Danger gehört ebenfalls den ?Damen in Weiß? an.
Laut IGFM wurden auch ihre anderen Söhne, Familienmitglieder und Freunde Opfer dieser gewalttätigen und einschüchternden Aktionen von Sicherheitsleuten, Agenten der Staatssicherheit und Mitgliedern der paramilitärischen Einheit ?Brigadas de Acción Rápida?. Während Tamayo Danger durch einen Mob von Männern und Frauen oftmals Opfer von Schlägen und Hausbelagerungen wurde, wurden auch andere Personen, die ihr Haus betreten wollten, körperlich und verbal angegriffen. Im März 2010 wurden zwei Personen daran gehindert, Tamayo Danger zu einer der ?Zapato lebt?-Kundgebungen zu begleiten. Sie wurden auf aggressive Weise in ihre Heimatstadt Placetas zurück gebracht. Tamayo Danger wurde zuletzt am 8. August 2010 von Beamten in Zivil verprügelt, wie die IGFM berichtete.
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