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IGFM: Zum Gedenktag des verstorbenen Gewissensgefangenen Verschärfung der Repressalien gegen Familie und Opposition
 Bild links: Orlando Zapata Tamayos geschändetes Grab. Bild rechts: Reina Luisa Tamayo Dánger, Zapatas Mutter, eine der schärften Kritikerinnen des Castro-Regimes.
Banes (Holguín) - Frankfurt am Main (17 Mai 2010) - Zahlreiche Oppositionelle und Regimekritiker wurden am vergangenen Wochenende von der kubanischen Polizei daran gehindert, an Gedenkveranstaltungen zu Ehren des an einem Hungerstreik gestorbenen Gewissensgefangenen Orlando Zapata Tamayo teilzunehmen, berichtet die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM). Zuvor wurde Zapata Tamayos Grab am 11. Mai mit weißer Farbe beschmiert, sein Name und Todestag unkenntlich gemacht.
Die Angehörigen des Verstorbenen werden in ihrer Wohnung rund um die Uhr von fünf (!) Beamten des Sicherdienstes überwacht. Einige Menschenrechtler wurden beim Versuch, an Gedenkkundgebungen teilzunehmen, vorübergehend festgenommen.
Reina Luisa Tamayo Dánger, Zapatas Mutter, wirft der Castro Regierung vor, die Verantwortung für den Tod ihres Sohnes zu tragen. Sie betonte, dass sie sich nicht einschüchtern lassen werde und ihren gewaltlosen Kampf gegen das Regime fortsetzen werde. Ihr Sohn wurde im März 2003 wegen Regimekritik und "mangelnder Achtung vor der Person Fidel Castros" zu 25 Jahren Haft verurteilt. Am 23. Februar 2010 verstarb er infolge seines Hungerstreiks, in den er am 3. Dezember 2009 aus Protest gegen Folter und Misshandlungen getreten war.
In der Schändung des Grabes von Orlando Zapata Tamayo und der Diffamierungskampagne gegen seine Mutter in der Regierungspresse und -medien sieht die IGFM eine weitere Verschärfung der Maßnahmen des Castro-Regimes, die Mutter des verstorbenen politischen Gefangenen zum Schweigen zu bringen.
Die IGFM fordert die kubanische Regierung auf, die pietätlosen Handlungen und die Einschüchterung der Familie Zapata und zahlreicher Menschenrechtler einzustellen. Das Recht auf freie Meinungsäußerung darf nicht unterdrückt werden und muss nun gerade auch von Seite der EU unterstützt werden.
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