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IGFM: Appell zur Rettung des Menschenrechtsaktivisten /
verheerende Lage der Informationsfreiheit auf Kuba
 Journalist Fariñas liegt im Sterben - Preis für Informationsfreiheit auf Kuba.
"Wenn Gott will, dass ich sterbe, werde ich sterben. Ich werde ein Märtyrer für Informationsfreiheit in der Welt sein." Guillermo Fariñas Frankfurt am Main / Havanna (23. März 2006) - Der Journalist und Leiter der staatsunabhängigen Presseagentur Cubanacán Press, Guillermo Fariñas, ist heute seit 53 Tagen im Hungerstreik und schwer krank. Befreundete Journalisten und Menschenrechtsaktivisten sowie Familienangehörige bekräftigten ihre große Sorge um Fariñas, der auf der Intensivstation des Provinzhospitals Santa Clara liegt. Sie befürchten einen schlimmen Ausgang der gewaltlosen Protestaktion, da Fariñas täglich schwächer werde. Mit dem Hungerstreik will der Dissident seiner Forderung nach freiem Zugang zum Internet für seine Presseagentur und alle Kubaner Ausdruck verleihen. Die Regierung Castro weigert sich jedoch, dieser Aufforderung nachzukommen, so die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM).
Der Gesundheitszustand von Guillermo Fariñas ist nach Aussage seiner Ärzte dramatisch. Lediglich über die intravenöse Zufuhr von Flüssigkeit und Medikamenten wird der Journalist am Leben gehalten. In den vergangenen Tagen wurde er von Fieberkrämpfen geschüttelt. Die Wahrscheinlichkeit, dass eines seiner lebenswichtigen Organe durch die unzureichende Nahrungsversorgung versagt, ist hoch. "Damit rückt ein tödliches Ende des Hungerstreiks des Menschenrechtsaktivisten in greifbare Nähe", so Martin Lessenthin, Vorstandssprecher der in Frankfurt ansässigen IGFM.
Fariñas: "Bin bereit, das Äußerste in Kauf zu nehmen"
Mit einem offenen Brief von seinem Bett auf der Intensivstation erklärt Fariñas, dass er bereit sei, für seinen gewaltlosen Kampf für das universell anerkannte Recht der Informationsfreiheit selbst das Äußerste in Kauf zu nehmen und sein Leben zu opfern. Damit wolle er auch die Anschuldigung Castros widerlegen, dass er ein "Söldner einer ausländischen Macht" sei. Denn "kein `Söldner' würde für etwas sterben, was kein Geld ist, während ich bereit bin, mein Leben für meine Ideale zu geben". Der Journalist hatte seine Protestaktion am 31. Januar begonnen, nachdem die kubanischen Behörden seiner Presseagentur den Zugang zum Internet abschalteten. Damit haben er und seine Mitarbeiter auch keine Möglichkeit mehr, ihre regierungskritischen Nachrichten zu verbreiten, da die kubanische Bevölkerung nicht über unzensierten Internetzugang verfügen darf.
IGFM: Appell an das Castro-Regime
Die Freunde und Unterstützer Fariñas rufen dazu auf, an die Regierung Castro zu appellieren, der Forderung des Journalisten zu entsprechen und sein Leben zu retten. Die Presseagentur von Fariñas rief insbesondere die Journalisten der demokratischen Welt dazu auf, sich mit dem Berufskollegen zu solidarisieren. Die IGFM setzte sich in einem Brief an Castro für das Anliegen des Menschenrechtsaktivisten ein und rief den Diktator dazu auf, den Internetzugang der Presseagentur von Fariñas wiederherzustellen. "Wir bitten die Menschen hierzulande, es der IGFM gleich zu tun. Fariñas darf nicht sterben!" so Martin Lessenthin.
Bitte wenden Sie sich an:
Botschaft der Republik Kuba Stavanger Str. 20 10439 Berlin Fax: 030 44 73 70 38 e-mail: embacuba-berlin@botschaft-kuba.de
Weitere Informationen und Hinweise unter "Informations- und Meinungsfreiheit für alle Kubaner!" ___________________________
Die IGFM lädt Sie zur Konferenz " Meinungs- und Pressefreiheit auf Kuba" am 5.-6. Mai 2006 und zur Jahrestagung der IGFM am 6.-7. Mai 2006 in Königsstein/Ts. ein. Zeugen und Angehörige von verfolgten Journalisten, Schriftstellern und Bibliothekaren berichten über ihre Erlebnisse und die aktuelle Situation. Die Programme der Konferenz und der Jahrestagung sind ab sofort online verfügbar.
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