16.03.2005 12:00 Uhr

Kuba: Zwei Jahre "Damen in weiß"

Kubanische Frauen zeigen Zivilcourage




Havanna/Frankfurt (16. März 2005) - Die Fraueninitiative "Damen in weiß" (Damas de Blanco) gedenkt diese Woche ihres zweijährigen Bestehens, berichtet die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) in Frankfurt. Seit der Verhaftungswelle im März 2003 tritt sie beharrlich und mit viel Zivilcourage dem Castro Regime entgegen.

Vor zwei Jahren, im März 2003, hat der dienstälteste Diktator der Welt, Fidel Castro innerhalb von wenigen Tagen 75 Journalisten und Bürgerrechtler einsperren lassen. Seit dem prozessieren die weiß gekleideten Damen, von der Weltöffentlichkeit bislang wenig beachtet, jeden Sonntag über die Avenida Cinco im Stadtteil Miramar von Havanna zur Kirche Santa Rita. Während des Gottesdienstes beten sie für ihre Angehörigen und ziehen anschließend und unter ständiger Bewachung der kubanischen Geheimpolizei durch die Straßen. Mit ihrer weißen Kleidung und Fotos ihrer Angehörigen ziehen sie in wachsendem Maße die Aufmerksamkeit, und auch die Sympathie der kubanischen Bevölkerung auf sich.

Karl Hafen, Geschäftsführer der IGFM sagt dazu: "Seit 46 Jahren sperrt Fidel Castro in seinem totalitären Regime unliebsame politische Gegner ins Gefängnis. Wie auch schon die "Mütter von der Plaza de Mayo" (Madres de la Plaza de Mayo) während der Militärdiktatur in Argentinien trotzen auch diese mutigen Frauen der Gefahr eingesperrt zu werden und halten die Erinnerung an jene wach, die im Schatten der Aufmerksamkeit des Irakkrieges im März 2003 inhaftiert wurden."

Seit den Massenverhaftungen wurden zwar 14 politische Gefangene aus gesundheitlichen Gründen freigelassen. Die restlichen sitzen aber, trotz der EU-Entscheidung die Sanktionen gegen Kuba aufzuheben, noch immer im Gefängnis und müssen Haftstrafen von bis zu 28 Jahren absitzen.

Ein Foto von den "Damen in weiß" schicken wir Ihnen auf Wunsch gerne zu (info@igfm.de)






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