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Menschenrechtler würdigen Vorreiterrolle der Württembergischen Landeskirche ? Chance für mehr ökumenische Menschenrechtsarbeit
 Stephanus - der erste christliche Märtyrer, der wegen seines Bekenntnisses ermordet wurde ? durch Steinigung. Bild: stephanus-gt.com
Frankfurt am Main (19. Juli 2007) ? Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) hat die Einführung eines offiziellen jährlichen Gedenktages für verfolgte Christen in der Evangelischen Landeskirche in Württemberg nachhaltig begrüßt und appelliert an die übrigen Landeskirchen, diesem Beispiel zu folgen. Die Bedrängnis von Christen in vielen Staaten der Welt ist eine ständige Herausforderung für die hiesigen christlichen Kirchen, "nicht als Beobachter, sondern als engagierte Anwälte und Helfer tätig zu werden. Nach jahrelanger Debatte gewinnt diese Erkenntnis in letzter Zeit immer mehr Anhänger. Die Wahl des Stephanustages ist eine Chance für die Ökumene", so Martin Lessenthin, Vorstandssprecher der IGFM.
Die Wahl der Württembergischen Synode fiel auf den 26. Dezember, den sogenannten Stephanustag. Stephanus war nach der Schilderung der Apostelgeschichte der erste christliche Märtyrer, der wegen seines Bekenntnisses ermordet wurde ? durch Steinigung. Auch die katholische Bischofskonferenz hatte sich für den 26. Dezember entschieden, als sie bei der Frühjahrstagung 2001 die Initiative "Solidarität mit verfolgten und bedrängten Christen" ins Leben rief.
Die Bischofskonferenz empfiehlt seither den zweiten Weihnachtsfeiertag dem Gedenken verfolgter Christen zu widmen. Im Gespräch der Württembergischen Synode waren ursprünglich auch andere Termine, unter anderem der weltweit von der Evangelischen Allianz begangene "Internationale Gebetstag für die verfolgte Kirche", der jeweils am ersten Sonntag im November stattfindet.
Nach Auffassung der IGFM sind weltweit rund 200 Millionen Christen Opfer von schwerer Diskriminierung bis hin zu massiver Verfolgung. "Dieses Leid hat bisher in vielen Gemeinden nur unangemessen geringe Aufmerksamkeit erhalten oder ist sogar völlig übersehen worden. Die Entscheidung der Evangelischen Landeskirche in Württemberg hat Vorbildcharakter" unterstrich Martin Lessenthin, der Vorstandssprecher der IGFM.
Die IGFM hatte bereits im Jahr 1998 eine Initiative "Ökumenischer Tag der verfolgten Christen" eingeleitet. Indem nun der Stephanustag am 26. Dezember von Katholiken und Protestanten als Gedenktag der verfolgten Christen begangen wird, ist ein weiterer wichtiger Schritt getan, so die IGFM.
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