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Herta Müller: "Ich habe das Glück gehabt, eine Diktatur zu überleben"
 Herta Müller unterschreibt die IGFM-Appellliste für die Freilassung des chinesischen Menschenrechtsanwalts Gao Zhisheng. Gemeinschaftsstand der IGFM und der Epoch Times auf der Frankfurter Buchmesse am 15.10.2009. Bild: Jianxin Wang
Frankfurt am Main (16. Oktober 2009) - Die diesjährige Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller hat sich auf der Frankfurter Buchmesse am Stand der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) für die Freilassung des chinesischen Menschenrechtsanwalts Gao Zhisheng eingesetzt und sich an der IGFM-Unterschriftenaktion für Gao beteiligt.
{$styles.content.links.wrap}Rechtsanwalt Gao Zhisheng, geboren 1964, ist einer der bekanntesten Menschenrechtsverteidiger in der Volksrepublik China. Mehrfach wurde er von der chinesischen Staatssicherheit verschleppt, ohne Haftbefehl und Anklage in Gewahrsam genommen, misshandelt und gefoltert. Seit dem 4. Februar 2009 wird er erneut ohne Kontakt zur Außenwelt und ohne offizielle Anklage gefangen gehalten. Die IGFM befürchtet, dass Gao Zhisheng wieder Misshandlungen und Folter ausgesetzt ist.
{$styles.content.links.wrap}Herta Müller, die im Rumänien des totalitären Ceausescu-Regimes aufgewachsen ist, weiß, was es bedeutet in einem kommunistischen Ein-Parteien-Staat leben zu müssen. Sie weigerte sich, mit dem Geheimdienst Securitate zusammenzuarbeiten, verlor daraufhin 1979 ihre Arbeit, wurde bespitzelt und bedroht. Zu den anwesenden Mitgliedern der IGFM und den regimekritischen Schriftstellern und Aktivisten der chinesischen Demokratiebewegung sagte Herta Müller, sie sei froh, ihnen allen helfen zu können - und dass der Preis, den sie bekommen habe, auch dazu beitragen könne, anderen Schutz zu geben.
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