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IGFM: Erhöhter Verfolgungsdruck und Einschüchterungspolitik durch das Castro Regime ? "Vorkriminelle Gefährlichkeit" mit 4 Jahren Gefängnis bestraft
 Pressefreiheit auf kubanisch: Vier Jahre Haft für den unabhängigen Journalisten Oscar Sanchez Madan. Bild: bitacoracubana
Matanzas / Union de Reyes / Frankfurt am Main (20. April 2007) ? Am Freitag, den 13. April 2007, wurde OSCAR SÁNCHEZ MADAN, Redakteur des regimekritischen Nachrichtendienstes CUBANET, nur wenige Stunden nach seiner Festnahme in einem geheimen Schnellverfahren in der Ortschaft Union de Reyes östlich von Havanna abgeurteilt. Er wurde wegen "vor-krimineller Gefährlichkeit" zu vier Jahren Gefängnis verurteilt und ins Gefängnis Combinado del Sur gebracht. In Kuba sind derzeit 31 Journalisten wegen regimekritischer Berichterstattung zu Gefängnisstrafen verurteilt, berichtet die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM).
Die IGFM kritisiert, dass zu dem Prozess weder ein Verteidiger noch Familienmitglieder zugelassen waren. Sánches Madan wurde vor Prozeßbeginn geschlagen und in den Büros der Staatssicherheit in Matanzas in eine Einzelzelle eingesperrt. Nach Auffassung der IGFM erhöht das Castro-Regime den Druck auf Journalisten und Oppositionelle durch immer neue Verhaftungen, Haussuchungen und Drohungen mit Gewalt.
"Schwarzes Gesindel, Mietling, Verräter!" sind nur einige der Beleidigungen, die dem unabhängigen Journalisten OSCAR SÁNCHEZ MADAN am Sonntag, den 8. April 2007 in der Öffentlichkeit entgegen geschrieen wurden, weil er öffentlich den Kuba-Besuch des spanischen Außenministers Miguel Ángel Moratinos Anfang April kritisiert hatte. Außerdem wurde Sanchez Madan von einem Mitglied der Kommunistischen Partei mit names Beltrán körperlich angegriffen und mit Gefängnis bedroht, wenn er weiterhin gegen die Regierung und gegen Moratinos rede.
"Meine Arbeit als Journalist wird weitergehen. Sie werden mich nicht davon abhalten oder mich zum Schweigen bringen", erklärte Sanchez Madan in einem Telefongespräch noch kurz vor seiner Verhaftung. Er fügte hinzu: "Ich habe Raul Castro eine Nachricht geschickt und ihm gesagt, dass mich Erpressung und Drohungen, man würde das 'Gesetz 88' gegen mich anwenden, nicht von meiner Arbeit als Journalist abhalten werden."
"Von einer Verbesserung der Menschenrechtssituation ist Kuba unter Raul Castro weit entfernt", so die in Frankfurt ansässige Menschenrechtsgesellschaft. Vor allem Journalisten, Mitglieder der verbotenen demokratischen Vereinigungen und Parteien, Bürgerrechtler und Menschenrechtsaktivisten sind Opfer von Übergriffen. Die IGFM weist darauf hin, dass in Kuba derzeit mindestens 321 politische Oppositionelle Gefängnisstrafen wegen Regimekritik ableisten müssen.
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