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Religionsangabe bei Immatrikulation schließt Bahá?í aus Bewerbungen werden als "unvollständig" zurückgeschickt
 Bahá?í-Student in den USA. Im Iran hätte er keine Chance auf ein Studium. Bild: poetryofpeace.wordpress.com
Frankfurt am Main (22. September 2008) - Auch in diesem Jahr können nicht alle Schüler, die sich zur Bahá?í-Religion bekennen, im {$styles.content.links.wrap}Iran studieren. Wie die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) jetzt erfahren hat, wurden viele Bahá'í-Bewerber bei der Vergabe von Studienplätzen an den Universitäten nicht berücksichtigt. Ihre Bewerbungen waren als "unvollständig" markiert und aus dem Auswahlverfahren ausgeschlossen worden. Die iranische Regierung hatte auch in den letzten Jahren nur eine beschränkte Zahl der Bahá'ís zum Studium zugelassen.
Nachdem im Iran landesweit die Universitätszulassungen bekannt gegeben wurden, erhielten viele Bahá'í-Bewerber Absagen mit der Bemerkung "Antrag unvollständig". Wie in vergangenen Jahren erhielten nur einige wenige die Chance für ein Studium. Derzeit ist die Zahl der Bahá'ís an den verschiedenen Universitäten Irans sehr gering, da viele der Studenten, die noch 2006 und 2007 ihr Studium aufnehmen durften, aus den Universitäten vertrieben wurden und ihre Bemühungen, ihr Studium wieder aufnehmen zu können, vergeblich waren.
Neue Hindernisse für Bahá'í-Bewerber an Hochschulen In diesem Jahr wurde eine neue Methode zur Einschränkung von Bahá'í-Studenten an iranischen Universitäten eingeführt. Die auf einer Webseite angebotene Bewerbung verlangte eine Pflichtangabe der Religionszugehörigkeit. Zur Wahl standen Schia, Sunna, Christ, Zoroastrier und Jude, jedoch nicht Bahá'í. Bleibt das Feld frei, erfüllt der Bewerber die Aufnahmebedingungen nicht, der Antrag wird als unvollständig bewertet und zurückgewiesen.
Religiöse Minderheit verfolgt Im letzten Jahr wurden über 150 Fälle von Schikanen, Verunglimpfungen, Demütigungen und Misshandlungen durch Lehrer und Schulbeamte gegen Bahá'í-Schüler aller Altersgruppen bekannt. Die Bahá'ís werden im Iran ausschließlich aufgrund ihrer religiösen Überzeugung systematisch diskriminiert, verfolgt und vertrieben.
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