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... und fordern eine internationale Initiative der Bundesregierung / Islamische Verbände sollen Glaubensbrüder zur Ächtung barbarischer Strafen aufrufen
 Barbarische Strafen ächten! Bild: ncr-iran.org
Frankfurt/M. / Köln - (5. November 2002) - Der Appell zur Ächtung der Steinigung findet immer mehr Unterstützer. Wie die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) am heutigen Dienstag in Frankfurt berichtet, haben bereits über 25.000 Bürger den Appell der in Frankfurt ansässigen Menschenrechtsorganisation unterzeichnet.
In dem Appell wird die Bundesregierung zu einer Initiative im Rahmen der Vereinten Nationen gegen die Steinigung und andere barbarische Strafen aufgefordert. Als erster der von der IGFM um Stellungnahme zur Steinigung und anderen Körperstrafen gebetenen Islamischen Dachverbände hat sich die Union der Türkisch-Islamischen Kulturvereine (ATIB) in Köln gegenüber der IGFM von diesen "menschenunwürdigen Bestrafungen" distanziert.
Die Ächtung der Steinigung wird nach Auffassung von Karl Hafen, dem geschäftsführenden Vorsitzenden der IGFM Sektion Deutschland nur möglich, wenn moderate Muslime und die islamischen Staaten mit säkularer Rechtsordnung gemeinsam für dieses Ziel eintreten.
Die IGFM appelliert daher erneut an die noch schweigsamen islamischen Verbände, sich weltweit bei ihren Glaubensbrüdern für die Abschaffung der Steinigung und anderer Körperstrafen der Scharia einzusetzen. Die in Frankfurt ansässige Menschenrechtsorganisation will im Rahmen ihrer Kampagne bis Weihnachten mindestens 100.000 Unterschriften sammeln. Ziel ist eine deutsche oder europäische Initiative für die Ächtung der Steinigung im Rahmen der Vereinten Nationen.
In den vergangenen Monaten sind im islamischen Norden Nigerias mehrere Steinigungsurteile gefällt worden. Großes Aufsehen hat das Urteil gegen Amina Lawal erregt, die wegen angeblichen Ehebruchs im Januar 2004 gesteinigt werden soll, wenn ihr jüngstes Kind abgestillt ist. Die IGFM-Sektion Nigeria kämpft für die Aufhebung der Scharia-Gesetze im Norden des Landes und für das Leben von Frau Lawal. Die nigerianischen Menschenrechtler bauen darauf, dass die Öffentlichkeit in Europa ihren schweren Kampf gegen die barbarischen Strafen unterstützt und nicht aus den Augen verliert. Die europäischen Sektionen der IGFM arbeiten gemeinsam daran, dass dies nicht geschieht.
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