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Muslime zünden nach angeblicher Koran-Schändung Kirchen an
IGFM: Christen häufige Opfer von fingierten Blasphemie-Anklagen. Blasphemiegesetz
endlich abschaffen

Frankfurt / Islamabad (21. Februar 2006) - Wie die IGFM aus Pakistan erfuhr, steckten Muslime in der Nacht zum 20. Februar in der pakistanischen Provinz Sindh zwei Kirchen - die anglikanische Erlöserkirche und die katholische Marienkirche in Sukkur (Provinz Sindh), in Brand. Weitere Häuser und Fahrzeuge von Christen wurden bei den Attacken erheblich beschädigt.
Ein Muslim mit Namen Irfan, der mit einer Christin verheiratet ist, war mit dem Vater seiner Frau um ein Stück Land in Streit geraten. Irfan soll mehrere Koran-Seiten angezündet haben, um nachher das Gerücht in Umlauf zu bringen, sein christlicher Schwiegervater habe dies getan. Die nach einer ersten Attacke mehrerer Muslime informierten Behörden blieben untätig. Danach begann ein muslimischer Mob mit den Ausschreitungen. Allerdings wurden neben den erheblichen Sachschäden keine Christen verletzt. Die Pastoren der beiden Kirchen verurteilten die Angriffe auf die christliche Minderheit.
Die IGFM fordert eine eindeutige Aufklärung des Sachverhaltes durch die zuständigen Behörden und eine Bestrafung der Schuldigen. Erst zwei Personen wurden festgenommen.
Die IGFM weist darauf hin, dass zur Zeit mehrere Christen seit Jahren wegen zweifelhafter Blasphemie-Vorwürfe in Haft sind, darunter seit April 2001 in Sialkot (Provinz Punjab) der christliche Schulleiter Pervaiz Masih. Pervaiz Masih wird in Zusammenhang mit einem konkurrierenden islamischen Schulbesitzer die Beleidigung des Propheten gegenüber Schülern vorgeworfen. Die Berufungsanträge von Blasphemie-Angeklagten werden staatlicherseits nicht vorangetrieben.
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