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Jahreshauptversammlung der IGFM am 5. und 6. April 2003 in Königstein
 Barbarische Strafe - amputierte Nase. Bild: ilcannocchiale.it
Frankfurt/Main (18. Februar 2003) - Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) diskutiert am 5. und 6. April 2003 Wege zur Überwindung barbarischer Strafen. Völkerrechtler, Orientalisten, Theologen und Zeugen aus Staaten mit Scharia-Gesetzgebung wie Nigeria werden dabei das Wort ergreifen. Wie das Motto der IGFM-Jahrestagung bereits ausweist, steht dabei die Ächtung der von Scharia-Gerichten ausgesprochenen Steinigungsurteile und anderer Körperstrafen im Vordergrund.
Karl Hafen, Geschäftsführender Vorsitzender der IGFM erläutert: "Die in den nördlichen Bundesstaaten Nigerias in den Jahren 2001 und 2002 verhängten Todesurteile durch Steinigung haben das im islamischen Scharia-Recht vorgesehene Strafmaß "Steinigung" zum Gegenstand international geführter Diskussionen gemacht. Zwischen 2000 und 2002 hatten 12 nigerianische Bundesstaaten im Norden des Landes die Scharia als ihre Strafrechtsordnung aufgenommen, obwohl viele Bestimmungen der Scharia mit der nigerianischen Bundesverfassung in Konflikt stehen."
Nicht nur in Nigeria, sondern auch in anderen Staaten wurde die Scharia eingeführt: In Malaysia haben zwei Länderparlamente die Einführung der Scharia beschlossen, in Indonesien wurde sie in der Provinz Aceh neu eingeführt. Wo immer die Scharia eingeführt wurde, wurden barbarische Strafen wie Steinigung, Amputationen oder Auspeitschen verhängt und vollzogen.
Hafen weiter: "Wir haben das Tagungsmotto 'Für eine weltweite Kultur der Menschenrechte - barbarische Strafen ächten' gewählt, weil es den Schwerpunkt unserer Menschenrechtsarbeit im Jahr 2003 widerspiegelt. Wir wollen zusammen mit allen Gleichdenkenden, die sich dieser Menschenrechtskampagne anschließen wollen, einen Beitrag leisten, damit Steinigungen, Auspeitschungen, Amputationen und öffentliche Hinrichtungen bald Vergangenheit sind."
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