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IGFM: Unzensierte Interviews zu den Olympischen Spielen mit Tibetern unerwünscht
 Der tibetische Dokumentarfilmer, Dhondup Wangchen. Bild: tibetnews.ultima-ola.com
Lhasa ? Peking ? Frankfurt am Main (20. August 2008) ? Wie die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) jetzt erfahren hat, haben zwei Tibeter von Oktober 2007 bis März 2008 über 100 Interviews zu Themen "chinesische Herrschaft in Tibet", "Olympische Spiele" und "Dalai Lama" mit Tibetern gedreht. Kurz nachdem die Aufnahmen am 10. März dieses Jahres in die Schweiz gebracht werden konnten, wurden der Dokumentarfilmer, Dhondup Wangchen, und sein Helfer, Golog Jigme (Mönch), von den chinesischen Sicherheitskräften verhaftet und sind seither in Gefangenschaft, berichtet die IGFM.
"Leaving Fear Behind" ist ein tibetischer Dokumentarfilm, in denen Tibeter ihre Meinung über die chinesische Regierung, die Olympischen Spiele und den Dalai Lama offen bekennen. Der Dokumentarfilmer Dhondup Wangchen und der Mönch Golog Jigme hatten das Filmmaterial, das über 100 Interviews umfasst, von Oktober 2007 bis März 2008 gedreht.
Verhaftung von Filmemachern
Kurz nachdem das Filmmaterial außer Landes gebracht werden konnte, wurden Wangchen und Jigme gefangen genommen. Zuletzt gesehen wurde Dhondup Wangchen im Gefängnis in Guangshen Binguan (Provinz Qinghai) und Golog Jigme im Haftzentrum der Stadt Linxia (Provinz Gansu). Danach verliert sich ihre Spur.
Erstausstrahlung des Dokumentarfilms durch Sicherheitsbeamte beendet
Wangchens Cousin Gyaljong Tsetrin, der in der Schweiz ansässig ist, erstellte aus dem 35 Stunden umfassenden Material einen 25 Minuten langen Dokumentarfilm. Die Fernsehdokumentation wurde an internationale Medien in Peking weitergegeben. Als der Film am 6. August in einem Pekinger Hotel vorgeführt werden sollte, zwangen chinesische Sicherheitsbeamte das Hotelmanagement, die Vorführung abzubrechen. Das Hotel wurde später geschlossen.
Informationen und Ausschnitte des Films sind auf der Seite www.leavingfearbehind.com zugänglich.
Die IGFM fordert Aufklärung über den Verbleib und die sofortige Freilassung von Dhondup Wangchen und Golog Jigme.
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