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IGFM: Immer neue Übergriffe von Muslimen gegen einheimische Christen - Menschenrechtler appellieren an Bundesaußenminister Steinmeier
 Bild: freecopts.net
Kairo / Frankfurt am Main - (15. Dezember 2008) - Wie die in Frankfurt am Main ansässige Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) erfahren hat, wurden am 10. Dezember 2008 im nordägyptischen Dorf Kafr Farag Guirgis koptische Christen von mehreren Tausend Muslimen angegriffen, weil sie einen Gottesdienst in einem neuen Gebäude abhielten. Die aufgebrachten Muslime warfen Brandsätze gegen das Gebäude. Schließlich griff die Polizei ein, die das Gebäude evakuierte und schloss.
Aus Anlass des morgigen Treffens von Bundesaußenminister Steinmeier mit seinem ägyptischen Amtskollegen Ahmed Aboul Gheit, fordert Martin Lessenthin, Vorstandssprecher der IGFM, Bundesminister Steinmeier auf, die zunehmende Diskriminierung der koptischen Bevölkerung in Ägypten zu thematisieren und sich für die Freilassung von Pastor Metaos Wahba einzusetzen, der am 12. Oktober 2008 zu fünf Jahren Haft verurteilt wurde.
Die gewalttätigen Ausschreitungen der muslimischen Bevölkerung gegen die koptischen Christen nehmen in letzter Zeit zu. Am 10. Dezember 2008 wurden Christen im nordägyptischen Dorf Kafr Farag Guirgis von mehreren Tausend Muslimen angegriffen. Die dort lebenden rund 1.300 Kopten stellen mehr als 50% der Dorfbevölkerung. Im Dorf existieren vier Moscheen, jedoch keine christliche Kirche. So waren die Kopten seit zwölf Jahren gezwungen, ihre Gottesdienste in einem 100 Quadratmeter kleinen Raum abzuhalten. Als das Dach ihres Gebäudes einzustürzen drohte, zog die koptische Gemeinde in ein Gebäude der Diözese von Zagazig, das als Gäste- und Gemeinschaftshaus erbaut wurde.
Die muslimischen Bewohner des Dorfes und umliegender Ortschaften reagierten verärgert auf den Umzug und griffen die Besucher des Gottesdienstes an. Die bedrohten Kopten wollten zunächst das Gebäude nicht verlassen, bereit, es zu verteidigen. Auf Anordnung übergeordneter Kirchenbehörden verließen sie den Gemeinderaum schließlich doch, berichtet die IGFM.
Bereits am 23. November 2008 kam es in Ain Schams, einem Viertel im Nordosten von Kairo, zu blutigen Übergriffen muslimischer Bewohner auf Christen, die sich zum Gebet versammelten. Mindestens acht Personen wurden verletzt.
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