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IGFM: Regierung will Etablierung einer unabhängigen Presse verhindern
 Der unabhängige Journalist Roberto de Jesús ist Opfer zahlreicher Repressalien durch die kubanische Staatssicherheit. Bild: miscelaneasdecuba.net
Frankfurt am Main / Havanna (30. März 2009) - Am Montag, den 23. März 2009 demonstrierten zwanzig unabhängige kubanische Journalisten vor einer Polizeiwache in Havanna gegen die Festnahme zweier Berufskollegen, berichtet die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM). Die Journalisten Rafael Rodríguez Ferreira und Reiner Vera Martínez wurden verhaftet, weil sie an einem Seminar der US-Interessenvertretung in Havanna teilgenommen hatten. Durch Einbruchdiebstahl, Verhaftungen und Todesdrohungen versucht die kubanische Staatssicherheit, den Aufbau einer staatsunabhängigen Presse zu verhindern.
Die unabhängigen Journalisten Rafael Rodríguez Ferreira und Reiner Vera Martínez wurden am 23. März festgenommen, als sie das Büro der US-Interessenvertretung in Havanna verließen. Sie hatten dort an einem Seminar für Journalisten der Internationalen Universität Florida teilgenommen. Seit der Einführung des wöchentlichen Journalismus-Kurses verhaftete die Polizei bereits mehrere Teilnehmer. Den Journalisten werden auf der Polizeiwache Gefängnisstrafen angedroht, um sie von der Teilnahme am Kurs abzubringen und andere abzuschrecken, so die IGFM.
Immer mehr Schikanen gegen Journalisten
Auch der unabhängige Journalist Roberto de Jesús und seine Frau, eine Fotoreporterin, sind Opfer zahlreicher Repressalien durch die kubanische Staatssicherheit. Beide setzen sich für die Achtung der Menschenrechte und die Etablierung einer unabhängigen Presse auf Kuba ein. Todesdrohungen sind für das Ehepaar keine Seltenheit. Am 15. November 2008 wurde in ihrem Haus Feuer gelegt, das beträchtlichen Schaden verursachte.
Am 20. März 2009 kam es erneut zu einem Zwischenfall. Unbekannte sind in das Haus von Roberto de Jesús eingebrochen und haben zahlreiche Gegenstände gestohlen. Obwohl der Einbrauch wie ein gewöhnlicher Raub aussehen sollte, war er nach Ansicht der IGFM politisch motiviert. So wurde im Haus ein Schild mit der Aufschrift "Hoch lebe der genesende Fidel Castro" aufgehängt. Sämtliche Materialien und Gegenstände, die sich im Rahmen der regimekritischen Kampagne für Zivilcourage "Ich kooperiere nicht!" im Haus von Roberto de Jesús befanden, wurden ebenfalls gestohlen.
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