 Reina Luisa Tamayo Danger wurde von Beamten und Regierungsschlägern verprügelt.
Frankfurt am Main (10. August 2010) ? Reina Luisa Tamayo Danger, Mutter des am 23. Februar 2010 an einem Hungerstreik verstorbenen kubanischen politischen Gefangenen Orlando Zapata Tamayos, wurde am 8. August 2010 von Beamten in Zivil und regierungstreuen Schlägern verprügelt. Dies teilte die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) mit. Zapatas Mutter, die den "Damen in Weiß", dem Verein der Angehörigen von politischen Gefangenen angehört und in Banes im Osten Kubas lebt, wurde schon seit Wochen beobachtet und eingeschüchtert. Die IGFM fordert eine sofortige Einstellung der Drohungen und Gewalt gegen Reina Luisa Tamayo Danger und ihre Familie.
Orlando Zapata Tamayo war Gründer und Mitglied der Carlos Manuel de Céspedes Freiheitsbewegung in Las Tunas und aktiv am Varela-Projekt der Christlichen Sozialbewegung beteiligt, eines Volksbegehrens für ein Referendum zur Demokratisierung der kubanischen Verfassung. Im März 2003 wurde er mit 75 weiteren Bürgerrechtlern während des kubanischen "Schwarzen Frühlings" verhaftet und wegen "Störung der öffentlichen Ordnung" zu 25 Jahren Gefängnis verurteilt. Am 23. Februar 2010 starb er infolge seines 86 Tage andauernden Hungerstreiks, mit dem er gegen die menschenunwürdigen Haftbedingungen in Kuba protestierte.
Seine Mutter ist Mitglied der "Damen in Weiß", die für ihren gewaltfreien Einsatz mit dem Sacharow-Preis des Europäischen Parlaments ausgezeichnet wurden. Reina Luisa Tamayo Danger wollte und will den Kampf um die Freilassung aller politischen Gefangenen auf Kuba fortführen. Seit dem Tod ihres Sohnes wurde sie immer wieder bedroht und angegriffen. Andere Familienmitglieder sind davon ebenfalls betroffen.
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