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IGFM: Castro-Regime will demokratische Opposition schwächen
 Dr. Oscar Elias Biscet: lieber Gefängnis als Freilassung ins Exil.
Frankfurt am Main / Havanna (14. Juli 2010) ? Wie die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) berichtet, weigern sich mindestens sieben der 52 freizulassenden politischen Gefangenen, ins Exil nach Spanien zu gehen. Die zwischen Kuba und dem spanischen Außenminister Moratinos getroffenen Vereinbarungen bedingen die Haftentlassungen an den Gang ins Exil. Ein Teil der politischen Gefangenen, darunter Kubas bekanntester Bürgerrechtler Dr. Oscar Elias Biscet, weigert sich jedoch, unter dieser Bedingungen das Gefängnis zu verlassen.
Die sieben Langzeitgefangenen, die nicht ins Exil gehen wollen, wurden während des kubanischen "Schwarzen Frühlings" 2003 verhaftet und zu Haftstrafen zwischen 18 und 25 Jahren verurteilt. Es sind:
- Der afrokubanische Bürgerrechtler und Arzt Dr. Oscar Elías Biscet (25 Jahren Haft). Biscet ist Gründer der Lawton Menschenrechtsstiftung und seit den 80er Jahren politisch aktiv. Wegen seiner Kritik am kubanischen Gesundheitssystem war Biscet bereits von 1999 bis 2002 inhaftiert. Seine Frau Elsa Morejón berichtete jetzt der IGFM: "Oscar hat zum Exil immer nein gesagt und sagt weiterhin nein". Elsa Morejón, die auch dem Vorstand der kubanischen IGFM angehört, sagte nach ihrem Telefongespräch mit ihren Mann im Gefängnis von Combinado del Este: "Ich respektiere seine Haltung".
- Pedro Arguelles Moran, der im kubanischen Menschenrechts-Komitee tätig war (20 Jahre Haft);
- Eduardo Diaz Fleitas, Mitglied der pazifistischen Bewegung 5. August und der Kubanischen Menschenrechtspartei (21 Jahre Haft);
- José Daniel Ferrer, der sich in der Kubanischen Jugendbewegung für Demokratie engagierte und für die Christliche Befreiungsbewegung (Movimiento Cristiano de Liberación) tätig war (25 Jahre Haft);
- Regis Iglesias Ramirez (18 Jahre Haft) und Jesús Mustafá Felipe (25 Jahre Haft), die wie Ferrer, in der Christlichen Befreiungsbewegung (Movimiento Cristiano de Liberación) aktiv waren;
- Arnaldo Ramos Lauzerique, der dem Instituto Cubano de Economistas Independientes und der Asamblea para Promover la Sociedad Civil angehörte (18 Jahre Haft).
Die IGFM kritisiert: "Die Castro-Regierung deportiert die aus ihrer Sicht einflussreichsten politischen Gegner. Nachdem man sie unter konstruierten Anschuldigungen eingesperrt hat, versucht man, sie nun im fernen Spanien unschädlich zu machen."
Exilierte Bürgerrechtler wollen sich weiter für Demokratie auf Kuba engagieren
Der soeben im spanischen Exil eingetroffene Journalist Ricardo González teilte der IGFM bei seiner Ankunft in Spanien mit, "für uns ist das Exil eine Verlängerung unseres friedlichen Kampfes, der in den unterschiedlichsten Formen durchgeführt werden kann". Ebenfalls in Spanien eingetroffen sind die freigelassenen Journalisten Normando Hernando González, Omar Rodríguez, Luis Milán und Mijail Bárzaga.
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