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Am 18. März erinnerte ein Gottesdienst im kubanischen Santa Clara an die 75 Opfer der Verhaftungswelle im März 2003 - Die Mehrheit der politischen Gefangenen ist immer noch in Haft
 Berlin, 18.03.2008: Kundgebung der Bewegung für die Befreiung Kubas und der IGFM vor der kubanischen Botschaft für die Freilassung der politischen Gefangenen
Frankfurt am Main (26. März 2008) ? Ein vorösterlicher Gottesdienst der Dreieinigkeits-Kirchengemeinde im kubanischen Santa Clara war Anlass, der willkürlichen Verhaftung von 75 Dissidenten im März 2003 zu gedenken. Dies berichtete der bekannte Bürgerrechtler Guillermo Fariñas Hernandez von der unabhängigen kubanischen Nachrichtenagentur Cubanacan Press. Hernandez zu Folge antwortete die Baptistengemeinde auf den Aufruf des ehemaligen politischen Gefangenen und Vorsitzenden des Nationalen Bürgerbewegung Idalberto Gonzalez Gomez, die Opfer des sogenannten "Schwarzen Frühlings" nicht zu vergessen, mit minutenlangen Ovationen. IGFM-Sprecher Martin Lessenthin sprach von einem "mutigen Zeichen der Solidarität mit den Opfern und des Protests gegen das Unrechtsregime, dem die IGFM sich anschließt."
Gomez erinnerte in seinen Worten an das Unrecht, das vor fünf Jahren den politischen Gefangenen und ihren Familien angetan wurde. Unterstützt von Pastor Homero Gonzales Carbonella betonte er vor 200 Anwesenden die friedfertige Gesinnung und die gerechten Absichten der Gewissensgefangenen. Unter den Teilnehmern des Gottesdienstes befanden sich viele Mitglieder oppositioneller Gruppen wie der Demokratiebewegung und der Christlich Demokratischen Bewegung. Während der Andacht patrouillierten vor dem Kirchengebäude rund 60 Mitglieder kubanischer Sicherheitskräfte.
75 Dissidenten hat das kubanische Regime am 17. und 18. März 2003 verhaften lassen und sie innerhalb weniger Tage zu bis zu 25jährigen Haftstrafen verurteilt. Zu den Opfern der Verhaftungswelle zählten Ärzte, kritische Journalisten und Bibliothekare sowie Mitglieder unabhängiger Gewerkschaften, die sich für die Verbesserung der Lage der Bevölkerung eingesetzt hatten. Die IGFM kritisiert, dass es in den Schnellverfahren zu drastischen Verletzungen juristischer Standards gekommen ist. Ebenso wies die IGFM wiederholt auf die katastrophale Situation der inhaftierten politischen Gefangenen hin. Die immer noch inhaftierte Mehrheit der Opfer der Verhaftungswelle leiden unter willkürlicher Gewalt von Wärtern und Mithäftlingen sowie unter den schlechten hygienischen und gesundheitlichen Bedingungen.
Am Jahrestag der Verhaftung der 75 Dissidenten in Kuba hielten Bürger- und Menschenrechtler in vielen Städten weltweit Mahnwachen und Appelle wider das Vergessen ab. Gemeinsam mit der Bewegung für die Befreiung Kubas hatte auch die IGFM am 18. März mit einer Kundgebung sowie mit dem Verein 'Kuba: Demokratische Zukunft' mit einer Mahnwache vor der kubanischen Botschaft in Berlin gegen die andauernde Inhaftierung der politischen Gefangenen protestiert.
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