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Nichtregierungsorganisationen fordern Repräsentanten der ausländischen
Botschaften in Havanna auf, den Aktivisten zu besuchen und zu unterstützen
 Guillermo Fariñas Hernandez: Hungerstreik für freien Zugang zum Internet auf Kuba. Foto: agendacuba.org
Santa Clara / Frankfurt am Main / Prag (9. Februar 2006) ? Der unabhängige kubanische Journalist Guillermo Fariñas Hernandez befindet sich seit 31. Januar 2006 im Hungerstreik und fordert die kubanischen Behörden auf, allen kubanischen Bürgern (einschließlich der Aktivisten der Demokratiebewegung) freien Zugang zum Internet auf Kuba zu gewähren. In einem offenen Brief an Castro teilte Fariñas mit, er werde seinen Hungerstreik bis zum Tode führen, wenn das Regime weiterhin den freien Internetzugang verwehren sollte. Gestern verlor Fariñas sein Bewusstsein und musste ins Krankenhaus von Santa Clara gebracht werden.
Guillermo Fariñas (42) ist der Editor der unabhängigen Presseagentur Cubanacán, die ihren Sitz in Santa Clara, in der Provinz Villa Clara, hat. Die Presseagentur vereint 15 Journalisten, die über Menschenrechtsverletzungen berichten, die von kubanischen Behörden tagtäglich begangen werden. Bis zum 23. Januar 2006 war es den Journalisten möglich gewesen, ihre Mitteilungen über einen öffentlichen Internetzugang in Santa Clara an ausländische Medien zu senden. Seit dem 23. Januar bleibt es der Agentur allerdings verwehrt, diesen Internetzugang zu benutzen.
Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM), People in Need und andere Menschenrechtsorganisationen, fordern die kubanische Regierung auf, die Restriktionen für einen freien Informationsfluss zu unterbinden. Die Organisationen fordern die Repräsentanten der ausländischen Botschaften auf Kuba außerdem auf, Guillermo Fariñas persönlich zu besuchen und seine Forderungen aktiv zu unterstützen.
Martin Lessenthin, Vorstandssprecher der IGFM appelliert an die Medienmitarbeiter in Deutschland, den Berufskollegen in Kuba zu unterstützen: "Fernandez ist gesundheitlich in akuter Gefahr. Er kämpft seit dem 1. Februar erneut gewaltlos und ohne Rücksicht auf die eigene Gesundheit für das hohe Gut der Meinungs- und Pressefreiheit. Seine Waffe ist der Hunger. Sein Gegner ist die Castro-Diktatur, die Informations-, Meinungs- und Pressefreiheit nicht duldet. Es ist das zehnte Mal, dass er durch einen Hungerstreik für die Meinungsfreiheit eintritt. Seit 1995, als er das erste Mal inhaftiert wurde, hatte er diese Protestform gewählt. Er verdient unsere Solidarität!"
Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:
People in Need Kontaktperson: Marie Peřinová, marie.perinova@peopleinneed.cz, Tel.: +42 ? 0226 200 462
Internationale Gesellschaft für Menschenrechte/IGFM Kontaktperson: Martin Lessenthin, presse@igfm.de, Tel.: +49 ? (0)69 ? 420108 ? 0
Pontis Foundation Kontaktperson: Milan Nič, milan@pontisfoundation.sk, phone: +421 2 5710 8111
Reporter Sans Frontiers, France Kontaktperson: Benoît Hervieu, ameriques@rsf.org, phone: +33 (0) 1 44 83 84 68
People in Peril, Slovakia Kontaktperson: Eliska Slavikova, slavikova@changenet.sk, phone: +421 255 42 22 54
Asociación Española Cuba en Transición Kontaktperson: Matias Jove, matiasjove@cubaentransicion.com
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