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Gewalt an Frauen ist Methode der Kriegsführung des russischen Militärs
 Tschetschenischer Alltag
Frankfurt am Main (7. März 2006) - Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) macht anlässlich des Weltfrauentags (8. März 2006) auf den grauenvollen Alltag der Frauen in Tschetschenien aufmerksam. Seit 1999 führt dort Russland einen von der Welt vergessenen Krieg und ist nicht in der Lage, eine Befriedung zu erreichen und Zivilpersonen zu schützen. Im Gegenteil: Selbst nach jüngsten Aussagen des Vertreters von Präsident Putins Präsidialverwaltung, Aslanbek Aslachanow, kostete dieser Krieg bereits 300.000 Menschen das Leben.
Die Gewalt an Frauen ist eine Methode der Kriegsführung in Tschetschenien stationierter russischen Einheiten des russischen FSB-Geheimdienstes, des Verteidigungs- und des Innenministeriums so wie der von ihnen ausgebildeten Milizenarmee des tschetschenischen Regierungschefs Ramsan Kadyrow, so die IGFM. Die Verschleppung bis hin zum Mord von vor allem junger Frauen und Mädchen gehört zum Alltag in der Kaukasusrepublik.
Die IGFM veröffentlicht nachstehend eine Liste der 2006 bekannten Fälle, darunter drei minderjährige Mädchen, die auf Informationen der Gesellschaft für Russisch-Tschetschenische Freundschaft (vor sechs Jahren von IGFM-Mitgliedern in Russland gegründet) beruhen:
Dschudajewa, Raissa L. (30 J.) - verschleppt am 08. Januar .2006, ermordet aufgefunden am 09. Januar 2006. Wohnte: Grosnyj, pos. Katajama, Jaltinskaja Str. 44
Elimgarijewa, Maka E. (30 J.) - verschleppt am 29. Januar 2006, freigelassen am 02.02.2006. Wohnhaft: Gudermes, Kirowa-Str. 95. Angehörige schweigen aus Angst vor russischen Sondereinheiten und den Milizen des Regierungschefs Kadyrow über ihren Zustand.
Masajewa, Larissa Ch. (16 J.) - verschleppt am 18. Januar 2006, ermordet aufgefunden am 23. Januar 2006. Wohnte in der Republik Kalmykien. Sie befanden sich zu Besuch bei Verwandten im Dorf Ken-Jurt (bei Grosnyj), Juschnaja-Str. 43, Tschetschenien, als am 18. Januar 2006 eine Gruppe maskierter Bewaffneter in Militäruniform ins Haus eindrang und das Mädchen verschleppte. Am 23. Januar 2006 wurde die Leiche des Mädchens mit einer Kopfschusswunde im Norden Tschetscheniens am Dorfrand von Nadteretschnaja gefunden.
Mudajewa Chawa (12 J.) - Schülerin, verschleppt und ermordet am 1. März 2006. Wohnte in Grosnyj, Schülerin der 5. Klasse der Schule Nr. 40 in Grosnyj.
Saburajewa, Marcha mit Freundin Ajschat - Schülerinnen, verschleppt am 1. Januar 2006. Beide Mädchen wohnten in einem Dorf bei Gudermes.
Sawina, Jelena J. (19 J.) - ermordet am 11. Januar 2006. Wohnte: Grosnyj, Bezirk Awtorchanowskij.
Solajewa Malika E. (23 J.) - verschleppt zusammen mit ihrer zweijährigen Tochter am 19. Februar 2006. Wohnte: Argun, Schossejnaja-Str. 117, Wohn. 8.
Soltuchanowa, Marcha M. (23 J.) - verschleppt am 23. Januar 2006. Wohnte im Dorf Tolstoj-Jurt bei Grosnyj. Seitdem fehlt jegliches Lebensteichen von ihr.
Tochtorbajewa, Selima R. (25 J.) - verschleppt am 23. Januar 2006. Wohnte im Dorf Tolstoj-Jurt bei Grosnyj. Seitdem fehlt jegliches Lebensteichen von ihr.
Wassiltschenko, Nadeschda I. (49 J.) - verschleppt am 19. Januar 2006. Zwei Tage zuvor wurde ihr Ehemann, Viktor Wassiltschko (58 J.), verschleppt. Wohnte: Dorf Nowoterskoje, Pobeda-Str. 6, Wohn. 4. Seitdem fehlt jegliches Lebensteichen von beiden.
Nach wie vor bleibt das Schicksal von weiteren 7 jungen Frauen ungewiss, die am 24. Januar 2006 in Gudermes von maskierten Bewaffneten in Militäruniform entführt wurden.
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