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Kanadische Forscher entdecken ungeschützte Datenbanken
 Bild: computerbild.de
Peking ? Toronto ? Frankfurt am Main (7. Oktober 2008) ? Laut Bericht der kanadischen interdisziplinären Forschungsgruppe "Citizen Lab" von Anfang Oktober 2008 zensiert der chinesische Skype-Partner Tom Online nicht nur die Sofortnachrichten seiner User, sondern archiviert sie in ungesicherten Datenbanken, die für jedermann zugänglich sind. Skype hat sich nun bei seinen Nutzern für das Sicherheitsrisiko entschuldigt. Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) kritisiert, dass Firmen wie Skype sich zum Schaden ihrer Kunden freiwillig der chinesischen Zensur unterwerfen.
Die chinesische Skypeversion, Tom-Skype, erlaubt ihren Usern nicht, sich über in China verbotene Themen wie die Menschenrechte, Tibet oder Demokratie auszutauschen. Textnachrichten, die solche "sensiblen" Begriffe enthielten, wurden vom System ausgefiltert und archiviert. Josh Silverman, Skype-Präsident, rechtfertigte am vergangenen Freitag die Zensur damit, dass die nationalen Gesetze Chinas eingehalten werden müssten. Skype erfülle lediglich die gesetzlichen Auflagen der Volksrepublik.
Persönliche Daten frei zugänglich
Allerdings hatte bisher Tom Online verbotene Nachrichten nur geblockt, sie jedoch nicht gespeichert. Die Forschungsgruppe Citizen Lab deckte nun in ihrem Bericht über Tom-Skype auf, dass geblockte Nachrichten, die Daten ihrer Autoren, wie z.B. IP-Adressen, Telefonnummern und Benutzernamen, sowie die Codes zur Entschlüsselung der Daten auf chinesischen Servern frei zugänglich seien. Silverman räumte ein, dass diese Praxis ihm bisher nicht bekannt gewesen sei und entschuldigte sich bei den Skype-Nutzern für die Eingriffe in ihre Privatsphäre und die Verletzung der Sicherheitsstandards.
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