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Daneysi Gálvez Pereira droht nun Fehlgeburt
 Am 12. August 2010 wurde die kubanische Aktivistin und Frau des prominenten Bürgerrechtler Néstor Rodríguez Lobaina, Daneysi Gálvez Pereira, durch weibliche und männliche Mitarbeiter der kubanischen Staatsicherheit getreten und schwer misshandelt.
Baracaoa / Frankfurt am Main (26. August 2010) ? Am 12. August 2010 wurde die kubanische Aktivistin und Frau des prominenten Bürgerrechtler Néstor Rodríguez Lobaina, Daneysi Gálvez Pereira, durch weibliche und männliche Mitarbeiter der kubanischen Staatsicherheit getreten und schwer misshandelt, berichtet die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM). Frau Daneysi Gálvez Pereira, die im achten Monat schwanger ist, wurde unter anderem zweimal ein Spiegel in die Vagina eingeführt. Infolge der Misshandlungen droht nun die Fehlgeburt ihres ungeborenen Kindes.
Kurz vor den Misshandlungen wurden der Ehemann von Daneysi Gálvez Pereira, Néstor Rodríguez Lobaina, ein Bruder und drei weitere Aktivisten in ihrer Wohnung in der ostkubanischen Stadt Baracaoa verhaftet. Néstor Rodríguez Lobaina ist Vorsitzender der ?Kubanischen Jugendbewegung für Demokratie? [Movimiento Cubano de Jóvenes por la Democracia]. Frau Daneysi Gálvez Pereira wurde von den Mitarbeitern der Staatssicherheit gezwungen, sich in der Wohnung F in der Calle Martí Nr. 434 im Viertel Reforma Urbana komplett zu entkleiden. Ihr wurde dann von drei Beamtinnen zweimal ein Spiegel in ihre Vagina eingeführt.
Laut IGFM wurde Daneysi Gálvez Pereira getreten. Neben ihr musste sich auch noch eine andere Frau und sogar Kinder, die in der Wohnung waren, komplett ausziehen. Als sie nach diesem Vorfall in ihr Haus nach Guantánamo fahren wollte, wurde sie erneut aufgegriffen und unter Zwang auf die Polizeiwache abgeführt. Dort musste sie sich ?registrieren? lassen. Nach dieser Prozedur wollte Frau Daneysi Gálvez Pereira in einen Bus nach Hause steigen, wurde aber ein weiteres Mal zwangsweise auf die Polizeiwache gebracht und musste dort erneut die gleiche Prozedur über sich ergehen lassen. Erst danach durfte sie nach Hause gehen.
Frau Gálvez Pereira litt nach den Misshandlungen an Schmerzen, die so stark wurden, dass sie am 18. August das Krankenhaus von Baracaoa aufsuchen musste. Dort wurde festgestellt, dass sie Fruchtwasser verloren habe und eine Fehlgeburt drohe.
Ihr Mann und die anderen Festgenommen sind weiterhin im Gefängnis in Guantánamo in Haft. Ihnen wird ?Erregung öffentlichen Ärgernisses? vorgeworfen, nachdem sie von einem Balkon des Hauses von Néstor Rodríguez Lobaina gegen die Verhaftung zweier Oppositioneller protestiert hatten.
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