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IGFM ehrt Stefan Buchen (NDR), Dr. Oliver Ernst (KAS), Martin Zöller (Die Welt) und Hanif Mazrooie (Norooz) für ihre Iran-Berichterstattung
 IGFM-Medienpreis 2009 "Menschenrechte im Iran" wurde am 3. Dezember verliehen. Bild: Marco Urban, IGFM
Berlin (3. Dezember 2009) - Unter der Schirmherrschaft von Bundestagspräsident Prof. Norbert Lammert verlieh die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) am 3. Dezember in Berlin den mit insgesamt 5.000 Euro dotierten "Medienpreis Menschenrechte". Ausgezeichnet wurden Journalisten und Autoren, die über die schweren Menschenrechtsverletzungen in der Islamischen Republik Iran berichteten. Mit dem Medienpreis Menschenrechte ehrt die IGFM Journalisten und Autoren, die sich in hervorragender Weise mit dem Thema Menschenrechte auseinandersetzen.
Träger des ersten Platzes ist der Fernsehjournalist Stefan Buchen vom Norddeutschen Rundfunk für seinen Film "Zensur im Iran - heimliche Sat-Schüsseln" über die Möglichkeiten, mit denen Iraner versuchen, die staatliche Zensur zu umgehen. Dr. Oliver Ernst von der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) erhielt für seinen Beitrag "Zwischen Konfrontation und Wandel - 30 Jahre islamische Revolution im Iran" den zweiten Platz. Den dritten Platz erhielt Martin Zöller von Die Welt für seinen Artikel "Verurteilt mit erzwungenen Geständnissen".
Einen Sonderpreis für Farsisprachige Medien erhielt der vielleicht bekannteste Menschenrechtsjournalist des Iran, Hanif Mazrooie. Mazrooie war der Journalist, der die geheimen und anonymen Beerdigungen von mutmaßlichen Demonstranten und Folteropfern auf dem Teheraner Hauptfriedhof recherchierte und als erster öffentlich machte. Er ist Chefredakteur der inzwischen verbotenen Tageszeitung "Norooz", die aber als Online-Medium weiter über Menschenrechtsverletzungen berichtet.
Iranischer Preisträger auf der Flucht
Im September 2009 veröffentlichten Journalisten von Norooz eine detaillierte Liste mit 100 Namen von Personen, die bei den Demonstrationen nach der manipulierten Präsidentschaftswahl vom 12. Juni 2009 oder anschließend in Gefängnissen getötet wurden. Diese Liste und begleitende Publikationen belegten, dass die Angaben der iranischen Regierung zu Todesopfern deutlich untertrieben waren. Im August 2009 floh er wegen einer drohenden Verhaftung aus dem Iran in den Nordirak.
Jury und Wettbewerb
Bis zum Einsendeschluss am 9. Oktober 2008 hatten sich 112 Autoren und Filmemacher mit ihren Arbeiten um den Preis der IGFM beworben. Martin Lessenthin, Vorstandssprecher der IGFM, freute sich über die starke Beteiligung. "Auch die nicht prämierten Wettbewerber haben sich verdient gemacht, auch ihnen gebührt im Namen der iranischen Demokratie- und Menschenrechtsbewegung unser Dank", betonte Lessenthin.
Beurteilt wurden die Beiträge von einer international besetzten Jury aus Medienexperten und Menschenrechtsaktivisten. Darunter auch Prof. Alfred de Zayas, ehemals Sekretär der UN Menschenrechtskommission und Senior Lawyer des Büros des Hohen Kommissars für Menschenrechte der Vereinten Nationen.
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