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IGFM: Iran ist kein würdiges Mitglied im Frauenrechtsrat der Vereinten Nationen
 Isoliert und weggesperrt: iranische Frauenrechtlerin, Mahboubeh Karami. Bild: forequality.info
Teheran / Frankfurt am Main (20. Mai 2010) - Seit elf Tagen hat die Familie von Mahboubeh Karami keinen Kontakt mehr zu der Frauen- und Menschenrechtlerin, berichtet die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM). Bereits vor zweieinhalb Monaten, am 2. März 2010, wurde Karami nachts in ihrem Haus festgenommen und ins berüchtigte Teheraner Evin-Gefängnis eingeliefert. Frau Karami setzte sich für die Rechte iranischer Frauen ein, so z.B. bei der Eine-Million-Unterschriften-Kampagne gegen Frauendiskriminierung. Dabei geriet sie immer wieder in Konflikt mit dem Teheraner Regime und befand sich unter anderem wegen "Gefährdung der nationalen Sicherheit" in Haft.
Martin Lessenthin, Vorstandsprecher der IGFM kritisiert: "Bereits zum fünften Mal wird Mahboubeh Karami aufgrund ihres Eintretens für die Menschenrechte und Menschenwürde von Frauen mit Gefängnis bestraft. Ihr Schicksal zeigt, wie im Iran mit selbstbewussten Frauen umgegangen wird, die für ihre Rechte öffentlich eintreten. Der Iran ist als neues Mitglied in den "Rat für die Rechte der Frauen" der Vereinten Nationen gewählt worden. Mit der Kontaktsperre gegen Frau Karami hat er die Chance verpasst, sich als würdig für die Mitarbeit in diesem Gremium zu erweisen!"
Karamis Verteidiger durfte sie seit ihrem Haftantritt nicht einmal besuchen. Die Familie und die IGFM sind sehr besorgt über diese Entwicklung, da Frau Karami vor Beginn der Kontaktsperre stets das Recht zugestanden wurde, jeden Tag mit ihrer Familie telefonieren zu dürfen. Lediglich der Staatsanwalt ließ gegenüber Karamis Bruder verlauten, er verfolge den Fall der Frauenrechtlerin und sei auch schon bei ihr gewesen. Aussagen über eine Anklage oder gar einen Prozesstermin wurden noch nicht veröffentlicht.
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