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IGFM: Entschiedene Proteste der Bevölkerung führten zur Freilassung
 Das Gonchen-Kloster in Tibet. Bild: kekexili.typepad.com
Frankfurt am Main (10. Februar 2009) - Wie die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) erfuhr, wurden am Abend des 27. Januar zwanzig tibetische Mönche nach einer Protestaktion festgenommen. Der Vorfall ereignete sich im Kloster Gonchen in der Nähe von Derge in der Tibetischen Autonomen Präfektur Kardze. Nach der Festnahme der Mönche durch die Polizei protestierten fast eintausend ortsansässige Tibeter, darunter auch dreihundert Mönche, für die Freilassung der Festgenommenen. Die Proteste waren erfolgreich.
Ein hoher chinesischer Funktionär wollte am zweiten Tag des chinesischen Neujahrsfestes den Mönchen im Kloster Gonchen einen feierlichen Besuch abstatten. Auf Drängen der örtlichen Behörden sollten die Mönche einen feierlichen Empfang für den Gast vorbereiten. Da sie sich weigerten, verkleideten sich einige Mitarbeiter des Büros für Sicherheit (PSB) als Mönche, um als solche dem Funktionär zu huldigen. Unter lautstarkem Protest verwahrten sich die echten Mönche dagegen. Es kam zu einem Zusammenstoß mit der Polizei, bei dem nach Zeugenaussagen auch Schüsse gefallen seien.
Tibeter demonstrierten vor Polizeiquartier
Nach Festnahme der Mönche zog eine große Zahl von Tibetern, darunter viele Mönche, zur Bezirkspolizei von Derge und forderten die Freilassung der Festgenommenen. Am 31. Januar wurden die in Gewahrsam genommenen Mönche freigelassen. Nach Erkenntnissen der IGFM sind sie während ihrer Haft misshandelt worden. Ein Sprecher der Polizei von Derge gab später die Festnahme von zwanzig Mönchen zu, wies aber darauf hin, dass sie inzwischen wieder frei seien. Weitere Einzelheiten wollte er nicht bekanntgeben.
Terminhinweis: IGFM Jahrestagung "Engagement für Menschenrechtsverteidiger" am 14./15. März 2009 im Gustav Stresemann Institut in Bonn
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