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Appell an die Organisation der Islamischen Konferenz
 Turkmenistan mit Bulldozern gegen Christen: Die ev. Adventisten-Kirche vor und nach der Zerstörung. Quelle: adventist.org
Frankfurt am Main (12. Oktober 2007) ? Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) begrüßt die Ankündigung des turkmenischen Präsidenten Gurbanguly Berdymuchamedow, zum Abschluss des islamischen Monat Ramadan fast 9000 Gefangene, darunter vier religiöse Gewissensgefangene, freizulassen. Unter den Freigelassenen sind drei wegen Militärdienstverweigerung verurteilten Zeugen Jehovas. Andere islamische Staaten sollten diesem Beispiel folgen, so die IGFM am heutigen Freitag in Frankfurt.
Der von der IGFM zum "Gefangenen des Monats Juni 2007" benannte baptistische Pastor Wjatscheslav Kalataewskij, der im Mai wegen angeblich illegaler Grenzüberschreitung zu drei Jahren Arbeitslager verurteilt wurde, wird aber weiter in einer Polizeistation der Hauptstadt Aschgabad festgehalten und soll aus Turkmenistan ausgewiesen werden. Der missionarisch aktive Pfarrer hatte eine staatliche Registrierung seiner Gemeinde und die damit verbundene Überwachung abgelehnt. Zu der von Turkmenistan durch internationale Verträge garantierten Religionsfreiheit gehört die Wiedereinsetzung des ukrainischen Geistlichen in seine turkmenische Gemeinde. Das Wort "Amnestie", wäre in diesem Fall zu Unrecht angewandt so die IGFM.
Islamische Staaten sollen die zum Ramadan-Ende übliche Gefangenenfreilassung auf aus Glaubensgründen Inhaftierte ausweiten. Die in Frankfurt ansässige IGFM erinnert in diesem Zusammenhang an die vor einem Jahr in Pakistan im Oktober 2006 inhaftierten 70jährigen leseunkundigen Christen James und Boota Masih, die angeblich mit einem Müllhaufen Koranseiten verbrannt haben und deshalb in Faisalabad wegen Blasphemie zu zehnjährigen Gefängnisstrafen verurteilt wurden.
Die IGFM appelliert an die im saudiarabischen Jiddah ansässige "Organisation der Islamischen Konferenz", ihre 57 Mitgliedstaaten am Ramadan-Ende zur Freilassung von aus Gewissens- und Glaubensgründen Inhaftierten anzuhalten. Der Appell der Organisation im Juli, die 23 in Afghanistan verschleppten koreanischen Christen freizulassen, war ein Hoffnung gebender Beginn.
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