23.12.2002 12:22 Uhr

Stephanustag: Am zweiten Weihnachtstag an Steinigungsopfer denken!

Der erste christliche Märtyrer Stephanus wurde wegen seines Glaubens gesteinigt - 60.000 Bürger appellieren an Bundesregierung



Stephanus war der erste christliche Märtyrer, der wegen seines Glaubens gesteinigt wurde. Bild: stephanus-gt.com


Frankfurt/Main (23. Dezember 2002) - Am 26. Dezember ist Stephanustag. Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) erinnert an den ersten Märtyrer, der wegen seines christlichen Bekenntnisses gesteinigt wurde und weist auf die erschreckende Steinigungs-Realität in Ländern hin, in denen das islamische Recht gilt. Die IGFM fordert: " Im Iran, in Nigeria, dem Sudan und Pakistan fällen Scharia-Gerichte Steinigungsurteile. Steinigung ist eine barbarische Strafe und muss überwunden werden. Deutschlands christliche Kirchen und muslimische Verbände sowie die Bundesregierung müssen weltweit mit einer Stimme sprechen."

Um die zum Tod durch Steinigung verurteilte Nigerianerin Amina Lawal ist es still geworden, nachdem die Schönheitsköniginnen wegen der Unruhen im Norden Nigerias fluchtartig das Land verlassen hatten. Jetzt schwebt sie wirklich in Lebensgefahr. Ihr erster Einspruch gegen das Steinigungsurteil wegen angeblichen Ehebruchs wurde im August dieses Jahres von einem Oberen Scharia-Gericht abgewiesen. Obwohl nigerianische Regierungsmitglieder vor der Weltöffentlichkeit mehrfach beteuerten, es werde keine Steinigung in Nigeria geben, besteht das Urteil fort, nachdem Frau Lawal im Januar 2004 unter Steinen sterben soll. Die IGFM in Nigeria fordert daher, internationalen Drucks auf die Regierung auszuüben und Nigeria von Entwicklungsprogrammen auszuschließen.

Martin Lessenthin, Vorstandssprecher der IGFM erläutert: "Die deutsche IGFM-Sektion unterstützt die Forderungen der nigerianischen Menschenrechtler. Schon jetzt haben über 60.000 Bürger in Deutschland den Appell der IGFM an die Bundesregierung unterzeichnet, sich in den Vereinten Nationen für die Ächtung der Steinigung einzusetzen." Um weitere Unterstützer zu gewinnen, informiert die IGFM ab dem 26. Dezember 2002 auf der Internet-Seite www.steinigung.org über aktuelle Entwicklungen und Hintergründe zur Steinigung. Interessierte Bürger können Unterschriftenlisten online herunterladen oder bei der IGFM bestellen.

Hinweis für die Medien:

Die IGFM-Kampagne wird nicht nur von zahlreichen ehrenamtlichen Menschenrechtlern unterstützt. Auch die renommierte Werbeagentur Jung von Matt engagiert sich mit der IGFM für die Ächtung der Steinigung. Auf der IGFM-Internet-Seite sehen Sie ab dem 26. Dezember 2002 Ideen von Jung von Matt/Alster, zum Thema Steinigung. Gezeigt wird u.a. das Motiv "Steinkugel", das ganz auf den Kontrast zu den bekannten "beschaulich winterlichen" Schneekugeln setzt. Jung von Matt hat der IGFM diese Ideen geschenkt und will so einen Beitrag für mehr Menschenrechte leisten.






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