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100 Jahre Weltgebetswoche für die Einheit der Christen
 Orissa, Indien.Wachposten vor einer Kirche nach den Pogromen radikaler Hindus gegen Christen. Bild: indianchristians.in
Frankfurt/M. (17. Januar 2008) - Mit einer neuen Initiative will die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) die Ausrichtung eines jährlich wiederkehrenden ökumenischen Tags für die verfolgten Christen voranbringen. Angesichts der weltweit zunehmenden Aggression gegen Christen hatte die IGFM bereits vor 10 Jahren einen gemeinsamen Gedenk- und Gebetstag aller christlicher Kirchen gefordert. Gerade die oft von bedrängten oder verfolgten Christen empfundene Ökumene sollte ein gemeinsamer Gedenk- und Gebetstag für verfolgte Christen entsprechen.
Anlass für die neuerliche IGFM-Initiative, die von einer Unterschriftensammlung begleitet wird, sind das 100jährige Jubiläum der am 18. Januar 2008 beginnenden Weltgebetswoche für die Einheit der Christen und die jüngsten Forderungen des evangelisch-lutherischen Landesbischofs von Bayern, Johannes Friedrich, dass der Ökumenische Kirchentag 2010 in München ein Zeichen der christlichen Gemeinsamkeit setzen solle.
Nach Informationen der IGFM leiden weltweit ca. 200 Millionen der über zwei Milliarden Christen unter Unterdrückung bis hin zur offenen Verfolgung. Besonders die Christen in islamischen Staaten, aber auch in Indien, wo es im Bundesstaat Orissa um die Zeit des vergangenen Weihnachtsfestes zu pogromartigen Ausschreitungen gegen Christen, deren Eigentum und Kirchengebäude gekommen war, brauchen die Solidarität der gesamten Kirche, so die IGFM.
Bereits 1998, also vor 10 Jahren, hatte die IGFM eine ähnliche Initiative gestartet und ein Jahr später der in Frankfurt ansässigen "Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen", mehrere tausend Unterschriften übergeben. Auch die jetzige Initiative ist mit einer Unterschriftensammlung verbunden. Die gesammelten Unterschriften sollen zu einem Reflexionsprozess führen und im Vorfeld des im Mai 2010 stattfindenden Ökumenischen Kirchentags übergeben werden.
Einen ersten Schritt in Richtung Verwirklichung dieses Anliegens sieht die IGFM im Anschluss der Evangelischen Landeskirche Württemberg an den von der Deutschen Katholischen Bischofskonferenz als Gedenktag für verfolgte Christen benannten Stephanustag am 26. Dezember eines jeden Jahres.
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