18.08.2004 12:00 Uhr

Kuba: Mangelernährung und Verweigerung medizinischer Hilfe im Gefängnis "Combinado del Este"

IGFM: Politischer Gefangener wird systematisch "krank" gemacht



Gefängnis "Combinado del Este" in Havanna

 

Camagüey/ Frankfurt (18. August 2004) - Der zu 14 Jahren Haft verurteilte Bürgerrechtler Dr. Alfredo Manuel Pulido Lopez ist im Gefängnis "Combinado del Este" schwer erkrankt, berichtet die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM). Ileana Lopez Valdes von der oppositionellen demokratischen Bewegung "Julio Sanguil", die über die physische und psychische Situation der kubanischen politischen Gefangenen berichtet und deren Familien in der Provinz Camagüey, äußerte sich besorgt über den Gesundheitszustand des Gewissensgefangenen Dr. Alfredo Manuel Pulido Lopez.

Nach Auffassung von Martin Lessenthin, Vorstandssprecher der in Frankfurt ansässigen IGFM, soll der Gefangene durch Krankheit und Vernachlässigung seelisch gebrochen werden. "In zahlreichen Fällen wurden und werden politische Gefangene in Kubas schrecklichen Gefängnissen auf diese Weise misshandelt," erklärt der Menschenrechtler. Die IGFM weist darauf hin, dass der demokratische Bürgerrechtler und Arzt Pulido Lopez in der gleichen Aktion wie 75 andere Oppositionelle verhaftet und in einem unfairen Prozess als "Regimegegner" abgeurteilt wurde. Weil Dr. Alfredo Manuel Pulido Lopez andere Meinung vertritt, als die Castro-Regierung wurde er zu 14 Jahren Haft verurteilt. Er verbüßt seine Haftstrafe im berüchtigten Gefängnis Combinado del Este, 500 Kilometer von seinem Heimatort entfernt.

Rebeca Rodriguez Souto, die Ehefrau von Dr. Pulido Lopez, bestätigt, dass ihr Mann an Bluthochdruck, chronischer Bronchitis einer Lebererkrankung und chronischen Entzündungen leidet. Sie fügte hinzu, dass sich sein Gesundheitszustand weiter verschlimmert habe, was ein dauerhaftes Fieber verursachte und zu Tuberkulose führen könnte. In einem Telefongespräch, erklärte der Gefangene Arzt, dass er als Mediziner sich voll darüber bewusst sei, zu welchen Konsequenzen sein gegenwärtiger körperlicher Zustand in kurzer Zeit führen könne.

Dolores Lopez Lopez, die Mutter des inhaftierten gewaltfreien Menschenrechtsaktivisten sagte, dass "er schon als Kind an einigen dieser Erkrankungen litt Aufgrund seiner Gefängnishaft habe sich die gesundheitliche Situation bedrohlich verschlimmert."

Die IGFM ruft zu Solidaritätsbriefen und -telefonaten an die Ehefrau von Dr. Lopez auf. Ihre Anschrift lautet:

Rebeca Rodriguez Souto
Palomino #445, entre Linea y Primera,
Reparto La Mascota, Camaguey,
Tel: +(32)253 591

 






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