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Chinas Umgang mit der Wahrheit: Zeitversetzte Berichterstattung - Fackelübergabe von Hu Jintao ein Affront gegen alle Tibeter
 Staats- und Parteichef Hu Jintao mit der olymischen Fackel. Bild: gulf-times.com
Frankfurt am Main (2. April 2008) - Als Affront erster Güte gegen alle Tibeter bezeichnete der Geschäftsführende Vorsitzende der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM), Karl Hafen, die Übergabe des Olympischen Feuers durch den chinesischen Staats- und Parteichef Hu Jintao an den ersten Fackelläufer. Damit habe sich das IOC ganz offiziell in die Propaganda Chinas einbinden lassen. Dass Hu Jintao diesen Akt übernahm, wertet die IGFM als klare Botschaft an das IOC und an Tibet, dass er die Spiele in Peking nun eindeutig zur nationalen chinesischen Angelegenheit erklärt und der Stadt Peking aus der Hand genommen hat.
Als entlarvend für den Umgang mit der Wahrheit betrachtet die IGFM die zeitversetzte Berichterstattung im chinesischen Sendegebiet. Nach Meinung der IGFM müsse das IOC nun alles unternehmen, um einen Fackellauf durch Tibet zu verhindern, da Hu Jintao 1989 den letzten Aufstand in Tibet mit Gewalt hat niederschlagen lassen. Eine von Hu Jintao nach Tibet geschickte Fackel könne Grund für Zorn und neue Unruhen werden.
Die IGFM, die sich schon vor der Vergabe der Spiele im Jahre 2001 wegen erheblicher Menschenrechtsdefizite und der Unterdrückung von Minderheiten gegen Peking und den Mitbewerber Istanbul ausgesprochen hatte, sieht sich durch die Fackelübergabe durch Hu Jintao in ihrem Standpunkt bestätigt, dass eine Verlegung der Spiele die bessere Lösung sei, als die Sportler unter diesen Bedingungen zur Entscheidung zu zwingen, an propagandistisch groß aufgezogenen, aber unfreien Spielen teilzunehmen oder fern zu bleiben.
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