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IGFM: Protest gegen menschenunwürdige Haftbedingungen
 Juan Carlos Herrera Acosta, unabhängiger kubanischer Journalist und Menschenrechtler, wurde 2003 zu 20 Jahren Haft verurteilt. Bild: directorio.org
Holguín ? Frankfurt am Main (1. August 2008) ? Wie jetzt bekannt wurde, sind vier der rund 300 bekannten politischen Gefangenen Kubas am 18. bzw. am 21. Juli im Gefängnis Provincial de Holguín in den Hungerstreik getreten. Sie wollen auf diese Weise eine Verbesserung ihrer Haftbedingungen erstreiten, berichtet die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) am heutigen Freitag.
Alfredo Domínguez Batista, Luis Mariano Deliz Utria, Juan Carlos Herrera Acosta und Orlando Zapata Tamayo wollen durch den Hungerstreik erträglichere Lebensbedingungen ohne Misshandlungen erwirken. Die Gefangenen müssen unter menschenunwürdigen Lebensbedingungen in dem Gefängnis ausharren, berichtete Frau Melba Santana Ariz, die ein Mitglied der "Damen in Weiß" ist. Die "Damen in Weiß" sind ein Zusammenschluss der Ehefrauen der politischen Gefangenen, die für die Rechte ihrer Ehemänner kämpfen.
Die IGFM berichtet weiter, dass den Inhaftierten selbst der telefonische Kontakt zu ihren Familienangehörigen verwehrt werde. Herrera Acosta trat am 18. Juli als erster der vier Gefangenen in den Hungerstreik und unterstrich seinen Protest am 21. Juli durch das Zunähen seines Mundes. Die drei weiteren politischen Gefangenen sind seit dem 21. Juli im Hungerstreik.
Kubanische Journalisten leben gefährlich
Batista und Herrera Acosta, die beide als staatsunabhängige Journalisten tätig waren, wird vorgeworfen gegen das "Knebelgesetz" 88 verstoßen zu haben, indem sie ausländische Medien mit Informationen über die Zustände in Kuba versorgt haben. Die beiden Journalisten wurden zu 14 und 20 Jahren Haft verurteilt. Die IGFM betonte, dass auf Kuba weiterhin jeder Journalist, der über die Realitäten des Landes und die Verletzung der Menschenrechte berichtet, Gefahr läuft, in manipulierten Prozessen zu langjährigen Haftstrafen verurteilt zu werden.
Deliz Utria ist Mitglied der Kubanischen Menschenrechtsstiftung und wurde wegen "Respektlosigkeit" zu 19 Jahren Haft verurteilt. Batista, Herrera Acosta und Tamayo sind drei der 75 im März 2003 verurteilten Dissidenten, sie sind Mitglieder der vom Castro-Regime bekämpften kubanischen Demokratiebewegung.
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