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Orlando Zapata Tamayo starb nach einem 82 Tage anhaltenden Hungerstreik
 Orlando Zapata Tamayo, zu 15 Jahren Gefängnis verurteilte kubanische Gewissensgefangene und Menschenrechtsaktivist, starb am 23.02.2010 im Alter von 43 Jahren.
Havanna - Frankfurt am Main (24. Februar 2010) ? Kubas Demokraten trauern um Orlando Zapata Tamayo. Der Gewissensgefangene und Menschenrechtsaktivist starb gestern im Alter von 43 Jahren im Krankenhaus des Gefängnisses Combinado del Este in Havanna an den Folgen seines Hungerstreiks. Orlando Zapata Tamayo war am 3. Dezember 2009 aus Protest gegen Misshandlung und Folter in einen Hungerstreik getreten. Er wollte das Menschenrecht auf körperliche Unversehrtheit für die politischen Gefangenen sowie seine Anerkennung als politischer Gefangener durchsetzen.
"Dies ist leider nicht der erste Todesfall eines Hungerstreikenden, für den allein die Brüder Castro die Schuld tragen. Der tragische Tod sollte die Regierungen der Europäischen Union, insbesondere die spanische Regierung, zum Umdenken bewegen, was ihre Appeasement Politik gegenüber der Republik Kuba betrifft", so Martin Lessenthin, Sprecher des Vorstandes der IGFM.
Auf keine der Forderungen des Hungerstreikenden wurde eingegangen. Der Gefängnisdirektor des "Kilo 8" Gefängnisses von Camagüey, Major Filiberto Hernández Luis, verweigerte ihm sogar immer wieder Trinkwasser, was zu einem Nierenversagen führte, kritisiert die IGFM. Mitte Januar 2010 wurde Orlando Zapata Tamayo aufgrund seines kritischen Gesundheitszustandes in das Amalia-Simoni-Krankenhaus überführt. Dort erkrankte der ausgemergelte Bürgerrechtler zusätzlich an einer Lungenentzündung, weil er wochenlang fast nackt unter einer Klimaanlage lag. Am 16. Februar wurde Tamayo schließlich mit einem Krankentransport nach Havanna überführt, wo er schließlich den Folgen des wochenlangen Nahrungsentzugs und Krankheiten erlag. Für seine Mutter, Reina Tamayo Danger, trägt die Regierung die volle Verantwortung an seinem Tod.
Orlando Zapata Tamayo war Gründer und Mitglied der Carlos Manuel de Céspedes Freiheitsbewegung in Las Tunas und aktiv am Varela-Projekt der Christlichen Sozialbewegung beteiligt, eines Volksbegehrens für ein Referendum zur Demokratisierung der kubanischen Verfassung. Im März 2003 wurde er mit 75 weiteren Bürgerrechtlern während des kubanischen ?Schwarzen Frühlings? verhaftet und wegen "Störung der öffentlichen Ordnung" zu 15 Jahren Gefängnis verurteilt.
Bereits vor wenigen Jahren verstarb infolge der grausamen Haftbedingungen der kubanische Bürgerrechtler und politische Gefangene, Miguel Valdés Tamayo, der, wie Orlando Zapata Tamayo, seit März 2003 eine 15jährige Haftstrafe verbüsste. "Auch er war ein friedlicher Idealist, der sein Leben für die Menschenrechte der Gefangenen gegeben hat. Als Gewissensgefangener konnte er es nicht ertragen, mit Kriminellen auf eine Stufe gesellt zu werden", erklärte IGFM-Vorstandssprecher Martin Lessenthin abschließend.
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