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IGFM: Staatliche Gewaltorgie dient der Einschüchterung der Bevölkerung

Iran / Frankfurt am Main (30. August 2007) ? Im Iran haben seit dem 7. Juli mindestens 50 öffentliche Hinrichtungen stattgefunden, so die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM). Die Zahl der nicht offiziellen Exekutionen ist unbekannt. Aufgrund der Unzufriedenheit der Bevölkerung geht eine neue Unterdrückungswelle durch die Islamische Republik, die zahlreiche Opfer fordert. Nicht nur Exekutionen, auch Massenverhaftungen dienen diesem Ziel. Der IGFM zufolge, wächst die Zahl der verhafteten und gefolterten Studenten, Frauen und politischen Aktivisten stetig an. Karl Hafen, Geschäftsführer der in Frankfurt ansässigen Menschenrechtsorganisation, fordert die iranische Regierung auf, diese Gefangenen freizulassen und sowohl die Steinigung, als auch die Todesstrafe gänzlich abzuschaffen.
Mitte August 2007 wurden in verschiedenen iranischen Städten insgesamt 58 Studenten und politische Aktivisten hingerichtet. Durch die Repressionswelle, die seit einigen Wochen durch den Iran geht, steigt die Anzahl politischer Gefangenen noch weiter an. In der gesamten Islamischen Republik werden Oppositionelle verhaftet und gefoltert. Unter ihnen sind Leiter und Mitglieder verschiedener Gewerkschaften, darunter Sheis Amani und Sedigh Karimi. Diese Gefangenen fürchten nun selbst, zum Tode verurteilt zu werden.
Diese Unterdrückung betrifft nicht nur politische Aktivisten. Auch die Zahl der inhaftierten Studenten steigt an, da sich besonders die iranische Jugend dem islamischen Regime widersetzt. Studenten werden zwangsweise exmatrikuliert und viele von ihnen festgenommen und gefoltert. Drei Studenten, Majid Tavakoli, Ahmad Qassaban und Ehsan Mansouri aus der Amirkabir Universität in Teheran wurden festgenommen. Ihnen wurde vorgeworfen, Artikel gegen die Islamische Republik und den Islam geschrieben und veröffentlicht zu haben. Seit vier Monaten sind diese Studenten in Einzelhaft und wurden auf psychische, wie auch physische Art und Weise misshandelt und gefoltert.
Zwei Studenten der Teheran Universität, Hedayat Qazali und Sabah Nassiri, wurden vor einem Monat festgenommen. Die beiden veröffentlichten die Studentenzeitung Rojhame. Weder die Familien der beiden Studenten, noch die Öffentlichkeit hat von den iranischen Behörden Informationen zum Aufenthaltsort oder gesundheitlichen Verfassung der beiden bekommen.
Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) fordert die iranische Regierung auf, die politischen wie auch studentischen Gefängnisinsassen unverzüglich freizulassen. Die IGFM fordert Präsident Mahmud Ahmadinedschad auf, die vom Iran ratifizierten internationalen Menschenrechtsverträge einzuhalten und internationale Rechtsstandards zu gewährleisten. Darüber hinaus appelliert sie an den Staat Iran, die Todesstrafe vollständig aus dem iranischen Strafsystem zu entfernen und für jeden Menschen das Recht auf Leben, Freiheit und Sicherheit der Person (Artikel 3 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte) zu gewährleisten.
Hinweis: IGFM-Pressekonferenz "Stoppt die Exekutionen im Iran" am 6. September 2007, 11:00 Uhr, Presseclub Frankfurt
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