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Bisher unbekannte Gruppe "Erziehung ist Sünde"
 Im nord-nigerianischen Bauchi töteten islamische Extremisten Dutzende von Menschen. Bild: bbc.co.uk
Frankfurt am Main (28.07.2009) - Die von einer bisher nicht in Erscheinung getretenen islamischen Gruppe namens "Boko Haran" (Erziehung ist Sünde) ausgehende Gewalt gegen Polizeistationen und Privatpersonen in Nigeria wird nach Auffassung der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) vom Ausland her gesteuert oder unterstützt. Boko Haran sei eine militante Gruppe, die Erziehung nach westlichem Vorbild ablehne und für die Einführung der Scharia in allen 36 Staaten des nigerianischen Bundesstaats kämpfe. Für die Unterstützung aus dem Ausland spreche, dass von den 33 Militanten, die im Bundesstaat Kano verhaftet worden seien, einige aus dem Tschad stammen und weder Englisch, noch Haussa, sondern nur Arabisch sprechen. Die IGFM ruft die nigerianische Regierung und die Führungen der Bundesstaaten auf, die Gewalt zu verurteilen und ein klares Bekenntnis zur Religionsfreiheit abzugeben.
Der Konflikt, der am Sonntag in den frühen Morgenstunden in Bauchi begann, ging von der fundamentalistisch islamischen Splittergruppe "Boko Haran" aus und weitete sich rasch auf die Provinzen Yobe, Borno, Gombe und Kano im Norden Nigerias aus. In untereinander abgestimmten Attacken griff sie Polizeistationen, Kirchen, Moscheen und Gefängnisse und unbeteiligte Menschen an. Sie tötete unschuldige Menschen, Polizisten, Gefängniswärter und ließ einige Gefangene frei. Bei Auseinandersetzungen mit der Polizei kamen insgesamt 150 Personen ums Leben, viele verloren ihr Hab und Gut.
In Maiduguri, im Bundesstaat Borno, wurden die Angriffe von einem Mann namens Mohammed Yusuf geleitet, wobei die Angreifer in Tarnanzügen das Polizeipräsidium mit Benzinbomben, Pfeil und Bogen und anderen Waffen stürmten mit dem Ziel es zu verwüsten. Im Bundesstaat Kano konnte die Polizei 33 Gewalttäter festnehmen, von denen einige aus dem Tschad stammen, von denen keiner Nigerias Amtssprache Englisch oder die Hauptsprache Haussa beherrschten, sondern nur Arabisch sprachen. Die IGFM schließt daraus, dass die Attacke internationale Wurzeln hat, zumindest mit im Ausland operierenden Militanten in Kontakt steht.
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