01.11.2005 15:45 Uhr

Kuba: Feier der tschechischen Botschaft findet trotz Verbot statt

Die tschechische Botschaft hält die Nationalfeier in den eigenen Räumen ab




Havanna / Frankfurt/M. (1.November 2005) - Nach dem Verbot des Empfangs der tschechischen Botschaft anläßlich ihres Nationalfeiertags durch die kubanischen Behörden, wurde die Feierlichkeit in die Residenz des Botschafters verlegt. Dies berichtet die Internationale Gesellschaft Menschenrechte (IGFM).

Unter den Anwesenden befanden sich außer den Angehörigen des diplomatischen Korps über 60 Anführer der Opposition und Angehörige der kubanischen Zivilgesellschaft wie Vladimiro Roca, Elizardo Sánchez, León Padrón und Oswaldo Payá, was der Grund für das Verbot der Veranstaltung war.

Des weiteren wurde die Feier durch die Anwesenheit einer Repräsentation der "Damen in weiß" bereichert, die erst vor kurzem den Andrej Sacharow Preis für ihre Arbeit erhielten und, so Martin Lessenthin, Vorstandsvorsitzender der IGFM, besonderer Beachtung für ihre mutige Arbeit verdienen.

Außerdem waren andere Repräsentanten der wachsenden Zivilgesellschaft auf der Insel anwesend, wie Dagoberto Valdés, Direktor der katholisch-laizistischen Zeitschrift Vitral.

Die IGFM begrüßt und lobt die geistesgegenwärtige Handlung der tschechischen Botschaft. Sie hofft, daß diese Aktion einen neuen Trend im Umgang mit der repressiven Politik Kubas anstößt.






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